It Might Get Loud


Film It Might Get Loud

It Might Get Loud Review Kritik

Jack White, The Edge und Jimmy Page (von links) mit ihren liebsten Instrumenten.

Produktionsland USA
Jahr 2008
Spielzeit 97 Minuten
Regie Davis Guggenheim
Hauptdarsteller Jimmy Page, Jack White, The Edge
Bewertung

Worum geht’s?

Drei legendäre Gitarristen erzählen über ihre Beziehung zu ihrem Instrument. Jack White (The White Stripes, Raconteurs), Jimmy Page (Led Zeppelin, The Yardbirds) und The Edge (U2) erinnern sich an ihre erste Gitarre und wichtige Momente ihrer Karriere. Sie reisen an Orte, die für ihr Musikerleben prägend waren, berichten von gelegentlichen Schreibblockaden und treffen schließlich am 23. Januar 2008 zusammen. Natürlich, um Gitarre zu spielen.

Das sagt shitesite:

Die erste Szene von It Might Get Loud ist bezeichnend: Jack White baut sich selbst eine E-Gitarre. Die Botschaft lautet: Ein bisschen Holz, ein bisschen Strom – mehr braucht es nicht, um ein Werkzeug zu schaffen, mit dem sich das eigene Leben und sogar die Welt auf den Kopf stellen lassen. Es ist das größte Verdienst des Films, die ursprüngliche Kraft dieses Musikinstruments zu verdeutlichen, das flüstern oder brüllen kann, ebenso wie die fast kindliche Begeisterung der drei gestandenen Männer. Wenn sie sich liebevoll an ihre erste E-Gitarre erinnern, dann spürt man die Verheißung, die noch immer für sie in diesem Instrument steckt und nicht nur für musikalische Freiheit steht, sondern für Freiheit, Sex, Ruhm, Reichtum, letztlich also für genau das Rockstar-Leben, das Jimmy Page, The Edge und Jack White dann dank der E-Gitarre tatsächlich erreicht haben.

Es dauert zwar fast 40 Minuten, bis sie zum ersten Mal miteinander spielen (und dann noch einmal genauso lange, bis es dann doch ein bisschen Wettbewerb und Schwanzvergleich gibt), aber es ist beinahe rührend, wie wenig sie hier als Egos, Ikonen und Musiklegenden präsent sind. Vielmehr sind sie Fans ihres eigenen Instruments und all der Möglichkeiten, die sich ihm entlocken lassen. Nicht von ungefähr wird das Instrument hier immer wieder personalisiert. Die Gitarre wird von The Edge als „meine Stimme“ bezeichnet, Jimmy Page gibt an, er „verschmelze damit“, Jack White erzählt: „Ich kämpfe mit ihr und gewinne.“ Alle spielen hier wie selbstvergessen, es gibt praktisch keine der üblichen Gitarristen-Posen und sie grinsen wie Schuljungen, als Jimmy Page kurz das Riff von Whole Lotta Love anspielt, das zu den prägnantesten Tonfolgen gehört, die in den rund 100 Jahren erschaffen wurden, in denen es E-Gitarren gibt.

Als sehr geschickt erweist sich auch die Auswahl der Beteiligten, mit der drei Prototypen dieser Spezies porträtiert werden: The Edge ist der Frickler, Jimmy Page der Virtuose, Jack White der Purist. Auf diese Weise werden auch drei sehr unterschiedliche Biographien erzählt, nicht zuletzt wird It Might Get Loud, weil die drei Musiker auch ausführlich auf ihre Vorbilder eingehen, zu einer kleinen Musikgeschichte.

Bestes Zitat:

„Der größte Kick ist es, etwas zu schaffen, das die Kraft hat, die Leute wirklich zu erreichen. Deshalb spiele ich Gitarre.“

Der Trailer zum Film.

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