Liebe braucht keine Ferien


Film Liebe braucht keine Ferien

Liebe braucht keine Ferien Review Kritik

Amanda (Cameron Diaz) bandelt nach einem Häusertausch mit Graham (Jude Law) an.

Originaltitel The Holiday
Produktionsland USA
Jahr 2006
Spielzeit 130 Minuten
Regie Nancy Meyers
Hauptdarsteller*innen Cameron Diaz, Kate Winslet, Jude Law, Jack Black, Eli Wallach
Bewertung

Worum geht’s?

Iris, die als Kolumnistin im englischen Surrey arbeitet, hat genug von den Männern: Seit drei Jahren ist sie unglücklich verliebt in einen Kollegen, der ihr auch gelegentlich Hoffnungen gemacht, sich nun aber mit einer anderen Frau verlobt hat. Auf der anderen Seite des Atlantiks wird Amanda, die erfolgreich in der Filmbranche in Hollywood arbeitet, ebenfalls das Herz gebrochen: Sie hat sich gerade von ihrem Mann getrennt, nachdem er nach einem großen Streit endlich gestanden hat, sie betrogen zu haben. Beide wollen jetzt, kurz vor Weihnachten, raus aus ihrer alten Welt, möglichst weit weg von den schmerzenden Erinnerungen. Über ein Online-Portal, das gegenseitigen Haustausch möglich macht, lernen sie sich kennen und werden sich schnell einig: Iris zieht für ein paar Tage in die große Villa von Amanda im sonnigen Los Angeles, die Amerikanerin macht sich umgekehrt auf den Weg in ein verschneites Häuschen im Südosten Englands. Die Idee, dort möglichst von Männern verschont zu bleiben, geht aber nicht ganz auf: Iris lernt einen steinalten Drehbuchautor kennen, der mit vielen großen Stars gearbeitet hat, heute aber kaum mehr stolz auf sein Werk sein möchte. Amanda trifft auf Graham, den Bruder von Iris, der sich nach einer durchzechten Nacht im vermeintlich leerstehenden Haus seiner Schwester einquartieren möchte, und auf den Gast aus Amerika schnell bleibenden Eindruck macht.

Das sagt shitesite:

Originalität ist in der Welt der romantischen Komödien ein rares Gut. Wie schwierig sie zu erreichen ist, macht Liebe braucht keine Ferien sehr deutlich, selbst für eine Filmemacherin wie Nancy Meyers, die das Genre angesichts von Erfolgen wie Was Frauen wollen und Was das Herz begehrt natürlich bestens beherrscht. Einen besonderen Charakter will sie hier evozieren, indem die Handlung in den Rahmen der Weihnachtsfeiertage eingebettet wird (niemand will sich einsam fühlen, und schon gar nicht zum Fest der Liebe) und eine Meta-Ebene mit etlichen Bezügen zum Filmgeschäft geschaffen wird. So gibt es Verweise auf die Vorgaben für Kinotrailer, auf den Einsatz Filmmusik, das alte Hollywood und sogar einen Cameo-Auftritt von Dustin Hoffman.

Richtig erfolgreich ist der Versuch nicht: Liebe braucht keine Ferien bleibt letztlich eher solides Handwerk als unvergessliches Kino. Der Film ist selbst für eine RomCom sagenhaft konventionell und berechenbar, noch dazu deutlich zu lang für das sattsam bekannte Geschehen, das sich auf der Leinwand entfaltet. Ein Pluspunkt ist die Besetzung, die viel zur sympathischen Grundstimmung beiträgt. Vor allem Kate Winslet hat ihren Anteil daran, und ihre Figur verkörpert auch am besten die vielleicht zentrale Botschaft dieser Liebesgeschichte: Es ist kompliziert, man selbst zu sein.

Bestes Zitat:

„Ich weiß endlich, was ich will. Und das alleine ist schon ein Wunder.“

Der Trailer zum Film.

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