Draufgeschaut: Zweiohrküken

April 14, 2012 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 
Anna (Nora Tschirner) und Ludo (Til Schweiger) sind dabei, sich auseinanderzuleben.

Anna (Nora Tschirner) und Ludo (Til Schweiger) sind dabei, sich auseinanderzuleben.

Film Zweiohrküken
Produktionsland Deutschland
Jahr 2009
Spielzeit 124 Minuten
Regie Til Schweiger
Hauptdarsteller Til Schweiger, Nora Tschirner, Matthias Schweighöfer, Ken Duken, Jasmin Gerat, Thomas Heinze, Heiner Lauterbach, Denis Moschitto, Uwe Ochsenknecht
Bewertung **

Worum geht’s?

Endlich haben Ludo und Anna zueinander gefunden. Doch nach zwei Jahren Beziehung sind bei ihnen eher Streitereien um das Aufräumen der gemeinsamen Wohnung angesagt als Schmetterlinge im Bauch. Als Marie wieder auftaucht, die Ex von Ludo, und sich dann auch noch Ralf, der Ex von Anna, bei dem Pärchen einquartiert, steht die Beziehung auf der Kippe.

Das sagt shitesite:

Til Schweiger mag Kritiker nicht, und im Falle von Zweiohrküken untersagte er sogar Presservorführungen, bei denen sonst die Journaille vorab einen Blick auf die neusten Filme werfen darf. Man möchte ihm sagen: Er bräuchte Pressevorführungen nicht zu fürchten, wenn er weniger schlechte Filme als Zweiohrküken machen würde.

Im Gegensatz zum sehr gelungenen Vorgänger Keinohrhasen hat diese Komödie fast keinen Charme, keine Spannung und nur wenige brauchbare Gags (für die dann auch eher die Nebenhandlung um Ludos besten Freund Moritz als verhindertem Aufreißer verantwortlich ist). Mehr als zwei Stunden sind deutlich zu lang für eine derart dünne Story, und selbst die in Keinohrhasen noch sehr putzigen Kinder aus der Schweiger-Kita nerven hier nur noch.

Das größte Problem an Zweiohrküken (neben der lahmen Ausgangssituation) ist, wie sehr sich der Film als Fortsetzung versteht. Es gibt viele Szenen (wie das Toiletten-Malheur, den Taxifahrerwitz oder die Chameo-Auftritte von Wladimir Klitschko und Yvonne Catterfeld), die 1:1 auf den Vorgänger anspielen. Das mag als liebevolle Referenz und Insider-Gag für die vielen Keinohrhasen-Fans gedacht sein, steht einer schlüssigen und dynamischen Entwicklung einer eigenständigen Handlung aber im Weg.

Wenn dann am Ende auch noch der Schluss von Knockin’ On Heaven’s Door nachgestellt wird, dann wird vollends klar, was hier schief gelaufen ist: Til Schweiger, der lieber den Geschmack des Publikums als die Meinung der Kritiker über seine Filme urteilen lassen möchte, hat hier zu sehr als Filmemacher (also an die Kritiker) und zu wenig als Fan (also an das Publikum) gedacht.

Bestes Zitat:

“Oh, du bist so ein schlechter Schauspieler.”

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: Mädchen Mädchen 2

März 21, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · 1 Comment 

Inken und ihre Freundinnen stehen vor der Frage: Loft oder Liebe?

Film Mädchen Mädchen
Produktionsland Deutschland
Jahr 2004
Spielzeit 88 Minuten
Regie Peter Gersina
Hauptdarsteller Diana Amft, Karoline Herfurth, Jasmin Gerat, Max Riemelt, Max von Thun
Bewertung **

Worum geht’s?:

Inken und ihre Freundinnen wollen zusammenziehen. Doch weil sie knapp bei Kasse sind, müssen sie bei der Wohnungssuche auf Beziehungen setzen. Und so wird nach der Jagd nach dem passenden Heim auch ein Flirt-Marathon. Und es sieht aus, als würden alle drei dabei einen besonders guten Fang machen.

Das sagt shitesite:

Ähnlich infantil wie der Vorgänger. Aber noch harmloser und mit deutlich weniger Gags.

Der Trailer zum Film: