Über alle Berge


Ein echter Kraftprotz, aber kein bisschen massig: der Jeep Grand Cherokee. Foto: Jeep

Ein echter Kraftprotz, aber kein bisschen massig: der Jeep Grand Cherokee. Foto: Jeep

Knapp drei Jahre nach der Einführung der dritten Generation hat Jeep sein Topmodell Grand Cherokee jetzt überarbeitet. Beim Außendesign gab es nur minimale Retuschen, so dass der neue Häuptling im Jeep-Stamm, der ab sofort beim Händler steht, weiterhin wie ein echter Kraftprotz aussieht – allerdings kein bisschen massig. Die Nebellampen wurden anders platziert, der Grill ist etwas länger geworden, die Scheinwerfer etwas runder. Sie erhalten auf vielfachen Wunsch der Kunden nun im Overland und SRT 8 auch serienmäßig Xenon-Leuchten.

Viel mehr hat sich im Innenraum getan. Hier setzt Jeep nicht nur auf ein Zweifarb-Design, das freundlich und elegant wirkt. Auch der Instrumententräger ist nun neu eingefasst. Optimiert wurden zudem beispielsweise die Cupholder und die Armlehnen in den Türen. Serienmäßig gibt es jetzt außerdem ein höhenverstellbares Lenkrad.

Komplett neu ist das Festplatten-Audiosystem, das ab der Ausstattungsvariante Limited serienmäßig 20 Gigabyte Platz für eigene Musik und Bilder bietet und über einen USB-Anschluss verfügt. Für 2390 Euro extra wird in dieses System auch die Navigation integriert, die sich dann per Berührungsbildschirm steuern lässt.

Auch technologisch hat Jeep draufgepackt: Ein neues Hill-Holder-System macht die Fahrt bergauf oder bergab einfacher und sicherer. „Hill Start Assist“ nennt Jeep die Funktion, die den Wagen beim Anfahren am Berg in Position hält, bis der Fahrer Gas gibt. Über die ebenfalls serienmäßige „Hill Descent Control“ wurde zudem die Geschwindigkeitskontrolle beim Bergabfahren verbessert. In fünf Stufen wird dabei die Motorbremse und Getriebereduktion noch elektronisch unterstützt, was ein sehr geschmeidiges Fahrverhalten selbst bei starkem Gefälle und ohne Betätigung des Bremspedals ermöglicht. Ein weiterer Vorteil im Offroad-Einsatz: Die Frontmaske ist jetzt zweigeteilt, den unteren Teil kann man abmontieren und ihm die Fahrt über ungemütlichen Untergrund somit ersparen.

Abgespeckt wurde die Motorenpalette. „Wir haben klar auf die Volumenmodelle gesetzt“, begründet Produktmanager Florian Lauder die Entscheidung, die 4,7- und 5,7-Liter-V 8-Benziner hierzulande nicht mehr anzubieten. Noch ein Grund: „Die Kunden spüren einen gewissen Rechtfertigungsdruck, vor allem beim SRT-Benziner“, beschreibt Lauder die Auswirkungen der Klimadebatte. Das 6,1-Liter-Aggregat mit 426 PS bleibt trotzdem im Programm und kostet 67.900 Euro. Daneben gibt es nur noch den Dreiliter-Common-Rail-Diesel von Mercedes mit 218 PS und 510 Newtonmetern Drehmoment, der nun ab 44.900 Euro zu haben ist.

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