Will Self – „Shark“
Auch für seinen dritten Roman hat Will Self viel Lob eingeheimst. Ich fand „Shark“ trotzdem unlesbar – ein Buch sollte keine Gebrauchsanleitung benötigen.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Auch für seinen dritten Roman hat Will Self viel Lob eingeheimst. Ich fand „Shark“ trotzdem unlesbar – ein Buch sollte keine Gebrauchsanleitung benötigen.
Dreimal rockig, dreimal akustisch: Ezra Furman spürt auf der EP „Big Fugitive Life“ der Frage nach, was es heißt, auf der Flucht oder verloren in dieser Welt zu sein.
Ein reicher Mann will kurz vor seinem Tod die Treue seiner jungen Frau testen. Er bezahlt einen Angestellten dafür, sie zu verführen – doch dieser Plan wird zum Bumerang. „Verführe mich“ ist ein solider Thriller mit einigen klugen Wendungen.
Mit ihrer zweiten EP zeigen Sløtface aus Norwegen, wie sich Überzeugung und Spaßfaktor, Punk und Pop sehr entzückend vereinen lassen.
Vor 20 Jahren, als kleiner Junge, wurde Samuel von seiner Mutter verlassen. Seitdem hat er sie nicht mehr gesehen, jetzt soll er vor Gericht für sie aussagen. Nathan Hill macht daraus in „Geister“ einen filigran konstruierten und sehr aktuellen Roman.
Auf ihrem zehnten Album zeigen Archive, was sie alles gelernt haben. Statt Postrock gibt es auf „The False Foundation“ diesmal mehr Elektronik, manchmal aber etwas zu wenig Spannung.
Der Frontmann von The National nimmt seinen kleinen Bruder mit auf Tour. Daraus wird mit „Mistaken For Strangers“ eine sehr originelle Rockumentary.
Muso aus Heidelberg wurde mal als der „Anti-Cro“ vermarktet. Auf seinem neuen Album regiert tatsächlich die Ernsthaftigkeit, aber genau darin liegt das Problem von „Amarena“.
Sam Cayhall soll in vier Wochen hingerichtet werden, sein Enkel will ihn als Anwalt vertreten und das verhindern. „Die Kammer“ zeigt, dass es für einen guten Justizthriller längst nicht ausreicht, wenn man sich auf John Grisham berufen kann.
Manchmal klingen die zehn Tracks von „Love Songs: Part Two“ bloß wie Hintergrundmusik. Wer genauer hinhört, entdeckt auf dem zweiten Album von Romare ein sehr feines Händchen für Details.
Die beiden Gymnasiasten Paul und Günther schmieden einen Pakt: Wenn sie keine Liebe mehr empfinden, wollen sie sich umbringen. „Was nützt die Liebe in Gedanken“ erzählt stimmungsvoll von einer wahren Begebenheit, ist aber manchmal überambitioniert.
Pavo Pavo aus Brooklyn sind auf ihrem Debütalbum zugleich retro und futuristisch. Das Rezept: analoge Instrumente, digitale Denke.
Im reifen Alter wollen drei Rentner den Junggesellenabschied ihres Kumpels Bill feiern. „Last Vegas“ macht daraus eine zunächst brillante Komödie, die dann aber arg platt wird.
Im 20. Jahr seiner Solokarriere setzt Robbie Williams noch immer auf Opulenz und Arroganz, um seine Unsicherheit zu kaschieren. Klappt nur manchmal.
Catherine verliebt sich in ihren schwulen Freund James – das nimmt in „Zärtlich“ kein gutes Ende. Belinda McKeon zeigt mit ihrem Debütroman, wie sehr ein Buch an einer unsympathischen Hauptfigur leiden kann.