Hingehört: Slug – „Ripe“
Auf Tournee mit Field Music gewann Ian Black die Erkenntnis: Eine eigene Band ist eine feine Sache. Jetzt hat er mit Slug seine Ein-Mann-Combo am Start, und eine Musik, die reichlich Überraschungen bietet.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Auf Tournee mit Field Music gewann Ian Black die Erkenntnis: Eine eigene Band ist eine feine Sache. Jetzt hat er mit Slug seine Ein-Mann-Combo am Start, und eine Musik, die reichlich Überraschungen bietet.
Schlau, kraftvoll und voll mit schwarzem Humor: Schon lange hat man kein Rock-Album mehr mit so viel Persönlichkeit gehört wie das umwerfende Debüt von Courtney Barnett.
Alles läuft gut für den 17-jährigen Jalle: Das schönste Mädchen der Schule ist seine Freundin, seine Punkband sorgt für Aufsehen. Dann kommt ein Junge neu an die Schule, der ihn fasziniert – und ihn zweifeln lässt, ob er weiß, was er will. „Der Mann, der Yngve liebte“ ist ein tolles Porträt von Jugendkultur in den späten 1980ern.
Kann man Hippie-Philosophie im üppigen Las-Vegas-Sound verbreiten? Das zweite Album von Matthew E. White zeigt: Man kann.
Lorenz ist Sachbearbeiter im Bauamt, und er ist die personifizierte Bequemlichkeit – bis ihn seine Frau verlässt. Bei einem großen Immobilienprojekt will er ihr beweisen, was alles in ihm steckt. „Vorsicht vor Leuten“ ist eine wunderbar intelligente Komödie in bester Stromberg-Tradition.
Sie ist in London, er ist in Stuttgart. Songs via Internet zu schreiben, kam für Max & Laura Braun trotzdem nie infrage. Sie brauchen das persönliche Miteinander. Warum, erklärt ihr zweites Album „Highwire Haywire“.
Christoffer Carlsson ist noch keine 30, hat aber schon vier Krimis veröffentlicht und einen Doktortitel in Kriminologie erworben. Mir „Der Turm der toten Seelen“ wird er erstmals in Deutschland vorgestellt.
Drenge leben auf ihrem zweiten Album von einer Verweigerungshaltung, die sich auf die ganze Welt bezieht. Das klingt manchmal wie Nirvana mit einem winzigen Rest von Optimismus.
Ein deutsches Massaker im besetzten Frankreich verfilmt Volker Schlöndorff in „Das Meer am Morgen“, basierend auf wahren Ereignissen. Ein eindrucksvolles Werk über den Unterschied von Willkür und Schicksal.
Wenn man schon ein Philipp-Poisel-Trittbrettfahrer sein möchte, sollte man ein wenig subtiler vorgehen als Joris. Sein Debütalbum setzt auf Sensibilität im Hau-Ruck-Verfahren.
Chelsea arbeitet als Luxus-Callgirl in Manhattan. Dann glaubt sie, sich in einen Kunden verliebt zu haben. „The Girlfriend Experience“ ist schick und ambitioniert, aber leider todlangweilig.
Als 31-Jährige feierte Alannah Myles mit dieser Platte ihren Durchbruch, dank „Black Velvet“. Wofür sie musikalisch stehen will, weiß sie trotzdem nicht.
Roman Polanski lässt zwei Elternpaare über ihre Kinder streiten. „Der Gott des Gemetzels“ zeigt: Erwachsene sind auch bloß Menschen.
Wumms, Abwechslung, clevere Samples: Auf dem sechsten Album von The Prodigy ist alles vorhanden. Trotzdem ist „The Day Is My Enemy“ langweilig.
Obwohl schon 1980 gegründet, haben Saal 2 gerade erst ihr zweites (!) Album zustande gebracht. Einen Song gibt es gratis, ebenso wie Tracks von Valentine, Montreal und We Are The City.