The Smashing Pumpkins – „Adore“
Das war 1998 noch ein Sündenfall: Mit „Adore“ öffneten sich die Smashing Pumpkins der Elektronik. Und legten trotzdem einen Meilenstein hin.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Das war 1998 noch ein Sündenfall: Mit „Adore“ öffneten sich die Smashing Pumpkins der Elektronik. Und legten trotzdem einen Meilenstein hin.
Das Ergebnis von Wissenschaft sind nicht Antworten, sondern Fragen. Diese Botschaft vermittelt Ernst Peter Fischer in „Die Verzauberung der Welt“. Leider höchst penetrant und mit fragwürdigen Implikationen.
Das Comeback im vergangenen Jahr war, ausgerechnet, ein Weihnachtsalbum. Jetzt sind Erasure mit einer ganzen Platte voller neuer Songs zurück. „The Violet Flame“ klingt, zumindest ab und zu, erstaunlich ambitioniert für eine Band im 30. Jahr ihrer Karriere.
Sexbesessen und sensibel, vulgär und verletztlich – Russell Brand setzt in „Männertrip“ dem Konzept des Rockstars ein Denkmal.
Bei sich angekommen ist Zola Jesus mit dem fünften Album, sagt sie. Leider ist „Taiga“ aber ein Schuss in den Ofen.
Zwischen Fantasy und Märchen reiht sich der neue Roman von Neil Gaiman ein. „Der Ozean am Ende der Straße“ wird Harry-Potter-Freunde sehr glücklich machen.
HipHop, aber eher schüchtern als aggro – das ist das Metiert von Shabazz Palaces aus Seattle. Ihr zweites Werk „Lese Majesty“ ist ein innovatives und intelligentes Konzeptalbum.
Dreimal lebenslang lautet das Strafmaß, als der schwarze Profiboxer Rubin Carter 1966 verurteilt wird. Er ist empört und wittert eine rassistisch motivierte Verschwörung. Jahre später stößt der junge Lesra auf diese Geschichte und will den justizskandal aufdecken. „Hurricane“ erzählt diese wahre Geschichte – mit einem beeindruckenden Denzel Washington als Titelheld.
Jens Friebe hat sich selbst übertroffen. „Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus“ bietet zwar keine Kommas, dafür aber Pop in Perfektion.
Alex ist ein maximaler Unsympath. Als er stirbt, bietet sich ihm im Himmel eine zweite Chance: Wenn er ein besserer Mensch wird, darf er zurück ins Leben. Das wird eine originelle Farce, allerdings mit Macken.
Ein Klavierlehrer hat Wooden Arms gegründet, zum festen Instrumentarium gehören ein Cello, ein Kornett (!) und eine Geige. Man ahnt schon: Das Sextett aus Norwich hat auf seinem Debütalbum „Tide“ vor allem Schönklang im Sinn, manchmal gar in der Nähe von Klassik.
Neue Musik, gratis und legal – diesmal unter anderem von J Mascis. Der Mann, der bei Dinosaur Jr noch den Lärm und die Verstärker liebte, ist solo meist akustisch und beschaulich unterwegs.
Abwärts klingen auf „Krautrock“ manchmal wie Wham! nach 30 Jahren im sibirischen Arbeitslager. Und manchmal noch schlimmer.
Toms Freundin ist weg, über Nacht verschwunden. Als er sich auf die Suche nach ihr macht, entdeckt er eine seltsame Selbsthilfegruppe und ein Mädchen, das ihm die Augen für die Möglichkeiten der Welt öffnet. Der dritte Roman von Danny Wallace macht daraus eine famos geschickte Geschichte über Verlust, Lebensfreude und Identität.
Oha: Ausgerechnet mit einer Marschkapelle will My Brightest Diamond auf ihrem vierten Album so etwas wie Popmusik machen. Das funktioniert besser als gedacht.