Moby – „Porcelain“
Auf die Jahre seines Aufstiegs und Beinahe-Absturzes blickt Moby in der Autobiograpgie „Porcelain“ zurück. Das ist unterhaltsam, explizit und erhellend, aber auch das Portrait eines ultimativen Nerds.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken und Rezensionen von Romanen, Sachbüchern und Erzählungen. Berichte von Lesungen und Interviews mit Autoren.
Auf die Jahre seines Aufstiegs und Beinahe-Absturzes blickt Moby in der Autobiograpgie „Porcelain“ zurück. Das ist unterhaltsam, explizit und erhellend, aber auch das Portrait eines ultimativen Nerds.
Alby ist gewalttätig, ruppig und erfolglos. Eine faszinierende Hauptfigur ist er trotzdem. Matt Sumell erzählt in seinem Debütroman „Wunde Punkte“ vom gescheiterten Versuch, in der Welt zurechtzukommen.
Ein braves Mädchen aus einer scheinbar normalen Familie kommt ums Leben. Celeste Ng macht daraus in ihrem Debütroman ein spannendes Buch über Emanzipation und Alltagsrassismus.
Das Internet könnte zusammenbrechen, und damit die Zivilisation. Fredrik T. Olsson kombiniert diese Idee in „Das Netz“ mit einer dramatischen Familiengeschichte. Das Ergebnis ist ein Thriller, der manchmal aberwitzig anmutet, aber immer sehr spannend bleibt.
Schorsch Kamerun hat so etwas wie eine Autobiographie geschrieben. „Die Jugend ist die schönste Zeit des Lebens“ zeigt sehr schön, wie Punk entstehen konnte – und in gewisser Weise auch, warum er heute nicht mehr funktioniert.
Aus den Schützengräben des Ersten Weltkriegs kehren zwei Engländer zurück in ihre Ehen. Louisa Young erzählt in „Alles worauf wir hofften“ sehr einfühlsam davon und zeigt: Selbst wenn man gewonnen hat, ist man ein Opfer des Krieges.
Jasmin ist 37 und soll Bob Dylan auf dessen Tour bekochen. Erdmöbel-Sänger Markus Berges macht daraus einen wunderbaren Roman.
In „Der Gerechte“ führt John Grisham einen knallharten Anwalt als Helden ein, um den wohl eine ganze Serie entstehen soll. Man darf sich schon jetzt darauf freuen.
Dubai als Symbol für die Hybris das Kapitalismus – das ist die Idee von „Der Hund“. Der preisgekrönte Joseph O’Neill ist in seinem Mix aus Roman und Satire allerdings manchmal zu explizit.
Benjamin von Stuckrad-Barre schreibt wieder. Und zwar noch immer über sich selbst. „Panikherz“ ist ein packender Mix aus Autobiographie und dem Tagebuch eines Musikfans.
Ein tödlicher Virus, von Terroristen gezüchtet, könnte die ganze Menschheit auslöschen. Ein schwedischer Professor kommt dem Komplott auf die Spur. Daraus macht Dan T. Sehlberg einen manchmal zu ambitionierten, aber sehr wirkungsvollen Thriller.
Einst war er Schriftsteller, jetzt soll er ein Hotel leiten – auf einer Insel, die kaum Kultur kennt. Paul Theroux macht sein „Hotel Honolulu“ zu einem amüsanten Panoptikum – und einem Handbuch für das Überleben auf Hawaii.
Wenn Greil Marcus über Musik schreibt, wird das manchmal erhabener, poetischer und leidenschaftlicher als die Musik selbst. Das gilt auch für dieses Buch.
Thomas Glavinic stellt in Halle seinen neuen Roman „Der Jonas-Komplex“ vor. Und scheint sich manchmal zu fragen: Wo bin ich denn hier hingeraten?
Vom 500 Jahre langen Mit- und Gegeneinander der Konfessionen in Deutschland berichtet Tillmann Bendikowski in „Der deutsche Glaubenskrieg“. Er traut sich dabei aber leider nicht das zwingende Fazit zu: Religionen sind nicht besonders gut darin, andere Religionen auszuhalten.