Niklas Natt och Dag – „1793“
Eine brutal und fachmännische Leiche wird im Stockholm des Jahres 1793 gefunden. Niklas Natt och Dag macht daraus einen lebendigen, gut recherchierten und oft schockierenden Debütroman.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken und Rezensionen von Romanen, Sachbüchern und Erzählungen. Berichte von Lesungen und Interviews mit Autoren.
Eine brutal und fachmännische Leiche wird im Stockholm des Jahres 1793 gefunden. Niklas Natt och Dag macht daraus einen lebendigen, gut recherchierten und oft schockierenden Debütroman.
Erfüllt von nicht bewältigter Trauer und fasziniert von der Grausamkeit der Geschichte wandelt ein Filmemacher durchs Berlin der 1990er Jahre. „Allerseelen“ ist ein historischer Roman, der sich manchmal zu sehr in seiner Intellektualität gefällt.
Ein Mann stellt sich blind und erkennt: „Ich erlebe lauter Erfindungen.“ Max Frisch macht aus „Mein Name sei Gantenbein“ eine virtuose Betrachtung rund um die Konstruktion von Erinnerung und Biographie.
John Niven erzählt in „Music From Big Pink“ die Entstehungsgeschichte eines legendären Hippie-Albums. Das Buch ist Fiktion und Rekonstruktion zugleich – und es wirkt, als sei er dabei gewesen.
In ihrem Debütroman „Das Herz ist ein einsamer Jäger“ blickt Carson McCullers auf Rassismus, Armut und Unterdrückung in den Südstaaten der 1930er Jahre. Das ist erschütternd, aktuell – und dank einer ganz speziellen Hauptfigur so fesselnd.
In „Ramones – eine Lebensgeschichte“ erzählt Flo Hayler die Geschichte seiner Sozialisation als Fan der legendären Band – und zeigt unfreiwillig, wie wenig Punk die Ramones waren.
Einen fünf Jahre alten Fall will Kommissar Leo Junker aufklären, während der Rest des Landes von Terrorangst gelähmt ist. Christoffer Carlsson schließt mit „Zeit der Angst“ seine Krimireihe um diesen Helden ab, mit spannenden Einblicken ins Innenleben seiner Protagonisten und der Polizei.
Im Urlaub begegnet Helmut seinem ehemaligen Schulfreund Klaus, und beide Männer erkennen das Ausmaß ihrer Midlife Crisis. Martin Walser seziert in „Das fliehende Pferd“ punktgenau die Resignation.
Ein 19-jähriger Musikmanager will eine Band aus der schottischen Provinz an die Spitze der Charts bringen. „Schottenrock“ erzählt extrem unterhaltsam vom Thatcher-Elend und Musik-Glamour der frühen Achtziger.
Jeder im Schottland des Jahres 1982 hasst Thatcher, und jeder liebt Musik – aus diesen Grundgedanken macht David F. Ross mit „Schottendisco“ einen unterhaltsamen Debütroman.
Ein 16-Jähriger muss sich in der Neuen Welt durchschlagen: Das Romanfragment „Amerika“ ist für Kafka-Verhältnisse vergleichsweise heiter und stringent – und blickt auf ein verlogenes, hartes Land.
Ein kleiner Beamter trifft seinen Doppelgänger und landet ihm Wahnsinn. Das zweite Werk von Fjodor Dostojewski war 1846 ein Misserfolg, aber seiner Zeit voraus.
Ein sterbender Schriftsteller blickt in „Erniedrigte und Beleidigte“ auf ein Geschichte voller Intrigen zurück. Dostojewski nimmt dabei mit seinem zweiten Roman das finstere Treiben in St. Petersburg in den Blick.
Das Internet ist im Debütroman von Josefine Rieks wieder abgeschafft, nur ein paar Kids trauern dem noch nach. „Serverland“ ist keine literarische Großtat, wirft damit aber vor allem spannende Fragen über die Gegenwart auf.
„Die Beatles sind Idioten – Radiohead auch“, behauptet Linus Volkmann. Seine Lesung in Leipzig untermauert das zwar nicht, macht aber trotzdem Spaß.