Martin Naumann – „Wende-Tage-Buch“
Die friedliche Revolution in seiner Heimatstadt Leipzig hat Martin Naumann als Fotograf begleitet. Sein „Wende-Tage-Buch“ bietet spannende Einblicke in den Herbst 1989.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken und Rezensionen von Romanen, Sachbüchern und Erzählungen. Berichte von Lesungen und Interviews mit Autoren.
Die friedliche Revolution in seiner Heimatstadt Leipzig hat Martin Naumann als Fotograf begleitet. Sein „Wende-Tage-Buch“ bietet spannende Einblicke in den Herbst 1989.
Kopf trifft Körper: Warum das so spektakulär war (und kein Happy End haben konnte), erzählt Christa Maerker in ihrer Doppel-Biographie „Marilyn Monroe und Arthur Miller. Eine Nahaufnahme“.
Auch für seinen dritten Roman hat Will Self viel Lob eingeheimst. Ich fand „Shark“ trotzdem unlesbar – ein Buch sollte keine Gebrauchsanleitung benötigen.
Vor 20 Jahren, als kleiner Junge, wurde Samuel von seiner Mutter verlassen. Seitdem hat er sie nicht mehr gesehen, jetzt soll er vor Gericht für sie aussagen. Nathan Hill macht daraus in „Geister“ einen filigran konstruierten und sehr aktuellen Roman.
Catherine verliebt sich in ihren schwulen Freund James – das nimmt in „Zärtlich“ kein gutes Ende. Belinda McKeon zeigt mit ihrem Debütroman, wie sehr ein Buch an einer unsympathischen Hauptfigur leiden kann.
Jarett Kobek kotzt sich in seinem ersten Roman über das Internet aus. Das ist nicht nur ein großes Vergnügen, sondern auch sehr fachkundig, aktuell und aufrüttelnd.
Mary-Louise Parker, bekannt aus „Weeds“ und „Grüne Tomaten“, hat ihr erstes Buch geschrieben. „Die Männer meines Lebens“ nährt den Verdacht, dass sie als Autorin vielleicht noch viel besser ist denn als Schauspielerin.
„Da kommt noch was“, die Autobiographie von Phil Collins, ist leider genauso aalglatt, langweilig und überflüssig wie seine Musik.
Aldo hat jedes Projekt in seinem Leben in den Sand gesetzt. Liam will über diese Serie des Scheiterns nun einen Roman schreiben. Daraus macht Steve Toltz mit „Fließsand“ einen wunderbar ehrlichen, poetischen, witzigen und intelligenten Roman.
1967 hat nicht nur großartige Musik hervorgebracht. Ernst Hofacker zeigt in seinem neuen Buch tatsächlich auf, wie Pop unsere Welt für immer veränderte.
Ausgerechnet eine unpolitische Stripperin gerät in „Die unbekannte Terroristin“ in Verdacht, einen islamistischen Anschlag in Sydney zu planen. Der Roman von Richard Flanagan ist aufrüttelnd, aber in seiner Kritik an Medien und Ermittlungsbehörden viel zu aufdringlich.
Die Tücken des Erinnerns und die Möglichkeiten des Erzählens sind die wichtigsten Themen in Mark Henshaws sehr poetischem Roman „Der Schneekimono“.
So etwas wie einen Spionagethriller im Akademikermilieu macht Joost de Vries aus seinem zweiten Roman. Das sorgt in „Die Republik“ für eine Spannung, die man sich kaum erklären kann.
„Meine geniale Freundin“ erzählt von der Freundschaft zweier Mädchen aus Neapel. Der erste Roman dieser als vierteiliger Saga angelegten Geschichte von Elena Ferrante ist ein atemberaubender Blick auf schwierige Verhältnisse, die Kraft der Bildung und eine Beziehung, die gerade von ihrem Ungleichgewicht lebt.
Wie sieht die Weltgeschichte eigentlich aus, wenn man sie nicht durch die europäische Brille betrachtet, sondern aus der Sicht des Nahen und Mittleren Ostens? Der britische Historiker Peter Frankopan nimmt in „Licht aus dem Osten“ diese Perspektive ein. Sein Buch ist ungemein erhellend – und gerade angesichts aktueller Konflikte äußerst mutig und wichtig.