Ian Kershaw – „Höllensturz“
Kompakt, gut lesbar und wirklich europäisch: Ian Kershaws „Höllensturz“ ist ein wunderbares Handbuch für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, und eine Mahnung an Europa.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken und Rezensionen von Romanen, Sachbüchern und Erzählungen. Berichte von Lesungen und Interviews mit Autoren.
Kompakt, gut lesbar und wirklich europäisch: Ian Kershaws „Höllensturz“ ist ein wunderbares Handbuch für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, und eine Mahnung an Europa.
Einen Mix aus Chronik des Rock’N’Roll, Geschichte der Rolling Stones und Autobiografie legt Rich Cohen mit „Die Sonne, der Mond & die Rolling Stones“ vor.
Mit ihrem Debüt „Die Falle“ ist Melanie Raabe ein Bestseller gelungen. Der Nachfolger „Die Wahrheit“ ist erneut ein packender Thriller, der nicht nur mit Fragen von Angst, Schuld und Wahrnehmung spielt, sondern vor allem spektakuläre Pointen und Volten bietet.
Die Freddie-Mercury-Biographie von Lesley-Ann Jones zeigt, wie er zu einem stilprägenden Frontmann werden konnte, wie er mit seiner Sexualität kämpfte und wie intensiv er das Leben ausgekostet hat.
Mit „Ein Porträt des Künstlers als junger Mann“ wurde James Joyce zum wichtigen Protagonisten der Moderne. Sein erster Roman ist ein Buch über das Irischsein, den Katholizismus und das Lernen.
Texte aus vier Generationen der Familie Mann versammelt dieses Lesebuch, ergänzt um eine Kurzbiographie. Das liefert spannende Einblicke ins Familienleben und zeigt auch, wie groß der literarische Wettbewerb im Hause Mann war.
Die Autobiografie von Udo Lindenberg zeigt, wie konsequent er als Junge aus der miefigen Nachkriegs-Provinz den Traum vom schillernden Rockstar verfolgt hat. „Panikpräsident“ erinnert zudem daran: Ohne ihn wäre Rock mit deutschen Texten noch immer eine sehr seltsame Idee.
Mit seinem Reiseroman „Globus Dei“ verarscht Helge Schneider sehr gekonnt Bücher wie „Ich bin dann mal weg“ – und zwar, bevor die Pilgerweg-Geschichte von Hape Kerkeling überhaupt erschienen ist,
„Den Boden nicht berühren“ heißt der erste Band mit Stories von D.W. Wilson. Er erzählt vom Kleinstadtleben in Kanada und der Körperlichkeit des Lebens.
„Der Untergang der Äkschn GMBH“ fasst die Frankfurter Poetikvorlesungen von Clemens Meyer zusammen. Trotz seiner anarchischen Form gibt das Buch lohnende Einblicke in sein literarisches Selbstverständnis.
Auf Pop als Panorama der Gegenwart blickt Musikkritiker Jens Balzer. Das ist oft unterhaltsam – kreist aber viel zu sehr um seinen eigenen Geschmack.
Eine verhinderte Liebesgeschichte aus dem Baltikum kurz nach dem Ersten Weltkrieg erzählt Marguerite Yorcenar in „Der Fangschuss“ mit großer Tragik.
Die besten Zitate von Noel und Liam Gallagher versammelt „Oasis Talking“ von Harry Shaw. Die deutsche Ausgabe deckt den Zeitraum bis 2005 ab – und ist spektakulär lustig.
Dunkle Materie hat das Aussterben der Dinosaurier ausgelöst – das ist die Kernthese im neuen Buch der Physikerin Lisa Randall.
Mixed Martial Arts – das sind Männer in einem Käfig, die sich mit (fast) allen Mitteln bekämpfen. Kerry Howley wählt dieses Thema für ihren ersten Roman, und kombiniert den Kampfsport sehr originell mit Philosophie.