Cloud Atlas
Zwischen sechs Zeitaltern und sechs Personen springt die Handlung von „Cloud Atlas“. Das ist filmisch ambitioniert und einzigartig, inhaltlich aber krude.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken und Rezensionen von Kinofilmen, Fernsehfilmen und DVDs.
Zwischen sechs Zeitaltern und sechs Personen springt die Handlung von „Cloud Atlas“. Das ist filmisch ambitioniert und einzigartig, inhaltlich aber krude.
Terroristen erobern das Weiße Haus, und nur ein aufrechter Kämpfer und seine kleine Tochter stellen sich ihnen in den Weg. Roland Emmerich macht aus „White House Down“ eine Hymne auf ein Amerika, das es gar nicht mehr gibt.
Ein Ex-Knacki wird versehentlich zum Lehrer und bekommt Problemschüler in den Griff. „Fack Ju Göhte“ ist eine rasante, freche und erstaunlich mutige Komödie.
Alle Agenten des britischen Geheimdiensts sind tot. Nun muss Johnny English einspringen – erweist sich im aktiven Dienst aber als genauso vertrottelt wie zuvor als Bürohengst. Die Agentenparodie hat einige Schwächen, wird aber von Rowan Atkinson in der Titelrolle gerettet.
In einer Bar in Rom treffen sich Alba und Natasha und verbringen dann eine heiße Nacht im Hotel. „Room In Rome“ ist sehr elegant und sehr explizit und zeigt, dass Verführung oft auch Inszenierung ist.
Derek Zoolander und Hansel waren die Götter der Modebranche – dann tauchten sie ab. 15 Jahre später werden sie gebraucht, um eine Mordserie an Popstars aufzuklären. „Zoolander No. 2“ ist schrill, voller spektakulärer Gastauftritte und durchweg over the top.
Ein TV-Team will eine Nacht lang die Feuerwehrleute von Barcelona begleiten. Was träge beginnt, endet in purem Horror, als der erste Einsatz ansteht. „REC“ ist ein äußerst origineller Zombiefilm mit einem klasse Mix aus Schock und Grusel.
Ein Wissenschaftler aus der Tabakindustrie will brisante Studien öffentlich machen – und er weiß, dass er damit sein Leben aufs Spiel setzt. „The Insider“ thematisiert Lobbyismus, Korruption und Medienmanipulation auf Basis einer wahren Geschichte, ist sich seiner eigenen Relevanz dabei aber ein bisschen zu sehr bewusst.
Die Dokumentation „Hear My Train A Comin'“ blickt aufs Leben von Jimi Hendrix zurück und hat vor allem eins im Sinn: ihn als Genie in Erinnerung zu rufen.
„Hangover“ + „The Hunger Games“ = „The Hungover Games“. Ungefähr so witzig wie dieser Titel ist auch der gesamte Film, der als Parodie vor allem dann funktioniert, wenn er unter die Gürtellinie zielt.
Die Handlung? Löchrig. Die Figurenzeichnung? Unausgegoren. „Tron: Legacy“ ist trotzdem ein Vergnügen, dank cooler Atmosphäre und spektakulärer Optik.
Affen regieren, die Menschen sind Sklaven: Aus dieser Konstellation ist 1968 mit „Planet der Affen“ ein Filmklassiker entstanden. Die Neuinterpretation von Tim Burton ist optisch spektakulär, aber inhaltlich enttäuschend.
Zwölf Jahre saß Dom Hemingway im Gefängnis, weil er nach einem Raub seine Komplizen nicht verraten wollte. Als er rauskommt, will er nicht nur seinen Anteil an der Beute, sondern möglichst aus den ganzen Spaß, den er verpasst hat, nachholen. Daraus wird ein sehr unterhaltsamer Film und eine unvergessliche Rolle für Jude Law.
Piraten aus Somalia greifen ein amerikanisches Containerschiff an und entführen dann den Kapitän. „Captain Phillips“ macht daraus ein spannendes, erschütterndes Doku-Drama – allerdings mit ein wenig viel (im Wortsinne) Schwarz-Weiß-Malerei.
Eine Schriftstellerin empfängt einen Reporter zum Interview. Was Rudi Gaul aus dieser Ausgangssituation macht, ist phänomenal, klug und doppelbödig.