Wir tun es für Geld
Mit einer Schein-Ehe wollen Ines und Moritz gemeinsam Steuern sparen. „Wir tun es für Geld“ ist sympatisch, aber nicht gerade einleuchtend besetzt.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken und Rezensionen von Kinofilmen, Fernsehfilmen und DVDs.
Mit einer Schein-Ehe wollen Ines und Moritz gemeinsam Steuern sparen. „Wir tun es für Geld“ ist sympatisch, aber nicht gerade einleuchtend besetzt.
Ihre Probleme in New York wollen Carrie und ihre Freundinnen mit einer Reise in den Nahen Osten hinter sich lassen. „Sex And The City 2“ ist so schlimm, dass man sich wünscht, jemand würde diese vier Dumpfbacken endlich wirklich in die Wüse schicken.
Im zweiten Teil von „Männerherzen“ gibt es keine umständliche Einführung mehr, dafür noch mehr Spaß und erstaunliche wenige Klischees. Mit der Quintessenz: Männer sind hoffnungslose Fälle.
Shaun ist 12, Halbwaise und ein Außenseiter in der Schule. In einer Clique von Skinheads findet er Anschluss und erlebt dann mit, wie die Clique ins rechte Lager abdriftet. „This Is England“ erklärt Gewalt, Gruppenzwang – und eine wichtige Ära der britischen Kultur.
Mein Sohn ist ein Amokläufer. Um diese Erkenntnis kreist „We Need To Talk About Kevin“. Ein verstörendes, intensives Filmerlebnis mit einer famosen Tilda Swinton.
Nach einem Autounfall kurz vor dem Abitur gerät das Leben von Anja aus den Fugen. „Sonnwende“ ist manchmal überambitioniert, lebt aber von einer stimmigen Atmosphäre und einer starken Hauptdarstellerin.
Yann entführt die Ärztin, die er für den Tod seiner Frau verantwortlich macht. Als er sie in seiner Gewalt hat, weiß er allerdings nicht, was er mit ihr machen soll. „In deinem Bann gefangen“ zeigt, was ein Stockholm-Syndrom ist – und leider wenig mehr.
Mavis ist 37 und will ihre High-School-Liebe Buddy zurückerobern. Der ist allerdings glücklich verheiratet und frischgebackener Vater. Die Macher von „Juno“ machen daraus in „Young Adult“ eine bittere Betrachtung darüber, wie man alt werden kann ohne erwachsen zu werden.
In einem Waisenhaus wächst Homer Wells auf, dann zieht es ihn in die Welt hinaus. „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ packt große philosophische Fragen in herrliche Bilder.
Alles läuft gut für den 17-jährigen Jalle: Das schönste Mädchen der Schule ist seine Freundin, seine Punkband sorgt für Aufsehen. Dann kommt ein Junge neu an die Schule, der ihn fasziniert – und ihn zweifeln lässt, ob er weiß, was er will. „Der Mann, der Yngve liebte“ ist ein tolles Porträt von Jugendkultur in den späten 1980ern.
Lorenz ist Sachbearbeiter im Bauamt, und er ist die personifizierte Bequemlichkeit – bis ihn seine Frau verlässt. Bei einem großen Immobilienprojekt will er ihr beweisen, was alles in ihm steckt. „Vorsicht vor Leuten“ ist eine wunderbar intelligente Komödie in bester Stromberg-Tradition.
Ein deutsches Massaker im besetzten Frankreich verfilmt Volker Schlöndorff in „Das Meer am Morgen“, basierend auf wahren Ereignissen. Ein eindrucksvolles Werk über den Unterschied von Willkür und Schicksal.
Chelsea arbeitet als Luxus-Callgirl in Manhattan. Dann glaubt sie, sich in einen Kunden verliebt zu haben. „The Girlfriend Experience“ ist schick und ambitioniert, aber leider todlangweilig.
Roman Polanski lässt zwei Elternpaare über ihre Kinder streiten. „Der Gott des Gemetzels“ zeigt: Erwachsene sind auch bloß Menschen.