9 Songs
Vor allem als Pseudo-Porno hat „9 Songs“ für Aufsehen gesorgt. In Wirklichkeit zeigt der Film spannende Parallelen zwischen Sex und Konzerterlebnis auf – und bietet Liveauftritte von fantastischen Bands.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kinokritiken, Rezensionen von Fernsehfilmen, DVD-Tipps und Interviews mit Filmemachern und Schauspielern.
Jacob kümmert sich in Indien um soziale Projekte und soll für ein paar Tage in seine dänische Heimat kommen, um eine Millionenspende zu akquirieren. Der Geschäftsbesuch wird zu einer Reise in seine Vergangenheit. „Nach der Hochzeit“ macht daraus ein sehr kluges, exzellent gespieltes Psychogramm.
Als die 17-jährige Luka sich an ihrer neuen Schule als Junge ausgibt, hat sie plötzlich viel weniger Probleme. „Seventeen – Mädchen sind die besseren Jungs“
Als Paartherapeut ist Julien extrem erfolgreich. Seine eigenen Beziehungen sind allerdings durchweg katastrophal. „Glück auf Umwegen“ zeigt, wie sehr eine romantische Komödie profitieren kann, wenn sie sich auch Slapstick erlaubt.
Zwei unschuldige „Soldatinnen Gottes“ müssen sich im Moloch Berlin bewähren – und mit den Avancen eines neureichen Verehrers klarkommen. So unglaubwürdig der Plot von „Liebe deine Nächste!“ ist, so krude wird der gesamte Film.
In einer Verschwörung soll ein geheimnisvoller Gefangener zum König von Frankreich gemacht werden. „Der Mann in der eisernen Maske“ verschwendet ein tolles Ensemble und ein pralles Budget für einen nichtssagenden Film.
Drei Thirtysomethings gründen aus der Not heraus eine Studentenverbindung und versuchen so, dem Spießeralltag zu entkommen. „Old School“ ist in mehrfacher Hinsicht die Mutter aller Frat-Pack-Filme.
Maya, Tochter einer Dienerin, freundet sich mit im Indien des 16. Jahrhunderts mit Tara an, der gleichaltrigen Prinzessin am Hof. Als Maya später von Taras künftigem Bräutigam verführt wird, kommt es zum Bruch – doch Maya rächt sich, indem sie die Kunst der Verführung lernt. „Kama Sutra – A Tale Of Love“ ist ein mehrfacher Etikettenschilder, der außer vielen schönen Bildern wenig zu bieten hat.
Ein Serienkiller hat im Norden Englands schon zwölf Frauen getötet. Weil die Polizei im Dunkeln tappt, soll ein externer Ermittler neuen Schwung in den Fall bringen. Er stößt auf heftigen Widerstand – gerade dieser Blick auf Korpsgeist und regionale Rivalitäten macht „Yorkshire Ripper 1980“ so sehenswert.
Als Film war „Je t’aime moi non plus“ ebenso ein Skandal wie als Song einige Jahre zuvor. Die erste Regiearbeit von Serge Gainsbourg hat jenseits der Provokation aber wenig zu bieten.
Paul und Paula sind Arbeitskollegen und wollen gemeinsam eine ungewöhnliche Diät machen: Abnehmen durch unverbindlichen Sex. „Popp dich schlank“ hat ein paar gute Momente, ist aber insgesamt verlogen und bigott.
Im Norden Englands sind mehrere kleine Mädchen verschwunden. Ein Lokalreporter greift die Story auf und bemerkt bald, dass er deutlich engagierter nach dem Täter sucht als die örtliche Polizei. „Yorkshire Killer 1974“, Auftakt einer Trilogie, ist ein innovativer Krimi und das Soziogramm einer Region.
Detlev Buck hat den Bestseller von Daniel Kehlmann mit üppiger Ausstattung und fast ohne prominente Gesichter verfilmt. Leider auch ohne Zauber und Konzept.