Keine Sorge, mir geht’s gut
Als Lili aus den Ferien zurückkommt, ist ihr Zwillingsbruder spurlos verschwunden. „Keine Sorge, mir geht’s gut“ ist ein toll gespieltes und sehr intensives Familiendrama.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kinokritiken, Rezensionen von Fernsehfilmen, DVD-Tipps und Interviews mit Filmemachern und Schauspielern.
Als Lili aus den Ferien zurückkommt, ist ihr Zwillingsbruder spurlos verschwunden. „Keine Sorge, mir geht’s gut“ ist ein toll gespieltes und sehr intensives Familiendrama.
Ein Reporter will die Biographie eines alternden Malers schreiben und dessen großes Geheimnis enthüllen. „Ich und Kaminski“ nach einem Roman von Daniel Kehlmann ist schick, aber letztlich zu ereignisarm.
Holly Golightly genießt das Leben in New York, mit ihrem neuen Nachbarn Paul Varjack hat sie einen Verbündeten gefunden. „Frühstück bei Tiffany“ ist so schön, weil Komik und Tragik hier in perfekter Balance sind.
Eine Frau verhilft dem Fernsehen zum Durchbruch in Deutschland: „Die Rebellin“ erzählt Kriegstrauma, Technikgeschichte und Wirtschaftswunderstory, allerdings mit zu viel Lust auf Konventionen und Melodrama.
Sehr originell und sehr britisch: „Layer Cake“ ist ein ebenso spannender wie schicker Gangsterfilm mit vielen aufstrebenden Stars.
Ein Archäologe findet einen uralten Schädel, plötzlich scheint eine legendäres Ungeheuer wieder zum Leben erwacht zu sein. „Der Biss der Schlangenfrau“ ist ebenso sehr Trash wie Hommage.
Nach drei Staffeln schicken Matt Lucas und David Walliams ihre Charaktere mit „Little Britain Abroad“ ins Ausland. Gerade dort tritt ihre Exzentrik besonders zutage – großartiger Spaß.
San Diego in den Siebzigern: Ein Nachrichtensprecher muss seine Position gegen eine Frau verteidigen. „Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy“ funktioniert passabel als Blödelei mit Hang zum Absurden, aber nicht als Mediensatire.
Ein amerikanischer Austauschstudent erlebt die Unruhen in Paris 1968. „Die Träumer“ ist Bernardo Bertoluccis sehr nostalgische Erinnerung an eine Zeit, als man der Kunst noch zutraute, die Welt zu verändern.
Mark hat seine Frau betrogen. Die verbrüdert sich mit der Geliebten, um Rache zu nehmen. „Die Schadenfreundinnen“ fängt gut an, verliert sich dann aber in Slapstick, Fäkal-Humor und Klischees.
Die Highlighst der ersten vier Staffeln von „Inas Nacht“ auf zwei DVDs zeigen: Ina Müller ist als Sängerin so gut wie als Talkmasterin, und an ihren Gästen interessiert sie die Persönlichkeit, nicht der Status.
Rudy ist gerade aus dem Gefängnis raus und wird gezwungen, bei einem Raubüberfall an Heiligabend mitzuhelfen. „Wild Christmas“ ist voller Überraschungen, Spannung und Witz, vor allem für Weihnachtshasser.
Den Ursachen und Folgen der Finanzkrise spürt Michael Moore in „Kapitalismus – eine Liebesgeschichte“ nach. Das ist gut gemeint und liefert einige wertvolle Hintergründe. Seine Methode als Filmemacher schadet hier aber seinem guten Anliegen.