Draufgeschaut: Dirty
Zwei Cops müssen sich entscheiden zwischen Moral und Korruption. „Dirty“ will vor allem hart sein, vergisst dabei aber, spannend, originell oder unterhaltsam zu sein.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kinokritiken, Rezensionen von Fernsehfilmen, DVD-Tipps und Interviews mit Filmemachern und Schauspielern.
Zwei Cops müssen sich entscheiden zwischen Moral und Korruption. „Dirty“ will vor allem hart sein, vergisst dabei aber, spannend, originell oder unterhaltsam zu sein.
Fünf Freunde aus einem Kaff in den Niederlanden verlieren ihren Job. Sie beschließen: Ab jetzt bezahlen wir für nichts mehr – und werden zu Helden. „New Kids Turbo“ ist Proll-Humor von der schlimmsten Sorte, weil der Film keine Sympathie für seine Prolls kennt.
Wer hätte das gedacht? Ein Jackass-Film funktioniert auch mit Handlung und Gefühlen. „Bad Grandpa“ hat aber zum Glück auch genug peinliche Stunts und vulgäre Witze.
Im Jahr 2077 ist die Erde zerstört und dient nur noch als Energielieferant für eine Raumstation, auf der die restlichen Menschen leben. „Oblivion“ verheddert sich in seiner eigenen Story und hat letztlich kaum mehr als hübsche Ästhetik zu bieten.
Im Angesicht der drohenden Niederlage wollen die Nazis so viele Kunstschätze wie möglich in ihre Gewalt bringen oder zerstören. Eine US-Spezialeinheit will das verhindern und reist an die Front, um die Kulturgüter zu schützen. „Monuments Men“ verschenkt viele Möglichkeiten und hat eine fragwürdige Botschaft.
Alle wollen Mandy Lane an die Wäsche, doch sie will von den Jungs in ihrer Klasse nichts wissen. Daraus macht „All The Boys Love Mandy Lane“ einen sehr langweiligen Teen-Horror-Film, der nichts zu bieten hat als eine erstaunliche Pointe.
Wie lebt es sich als Lehrer an einer Problemschule? Dieser einfachen Frage geht „Die Klasse“ auf beinahe dokumentarische Weise nach – und hält dem Bildungssystem damit den Spiegel vor.
Opulent und spektakulär überträgt Baz Luhrmann den großen Gatsby auf die Leinwand. Aber die wichtigste Eigenschaft der Romanvorlage ignoriert er.
Der ehemalige britische Regierungschef will seine Memoiren schreiben und heuert einen Ghostwriter an. Der landet in einem Netz aus Intrigen und Manipulation. Roman Polanski macht aus „Der Ghostwriter“ einen sehr klassischen Thriller, der von seiner Geradlinigkeit lebt.
Ein berühmter Verführer glaubt so sehr an seine Unwiderstehlichkeit, dass er sich auf eine riskante Wette einlässt: „Untold Scandal“ verlegt die Geschichte von „Gefährliche Liebschaften“ nach Südkorea und glänzt eher mit Ausstattung und Erotik als mit Spannung.
In „Sicko“ blickt Michael Moore auf das amerikanische Gesundheitssystem. Leider mit einer simplen Gut-Böse-Logik und einem ärgerlichen Patriotismus, wie man das sonst von seinen Gegnern kennt.
Der illegale Handel mit Diamanten finanziert in Afrika brutale Milizen. In „Blood Diamond“ treffen Täter und Opfer aufeinander und werden zur Schicksalsgemeinschaft.