Foo Fighters – „Sonic Highways“
Hurra! Die Foo Fighters machen jetzt genau die Musik, gegen die Nirvana einst angetreten waren. Konventionell, kompetent und langweilig.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Hurra! Die Foo Fighters machen jetzt genau die Musik, gegen die Nirvana einst angetreten waren. Konventionell, kompetent und langweilig.
Sie konnten nur alles falsch machen – das war die Ausgangssituation für das zweite Album von Kraftklub. „In Schwarz“ hat in der Tat seine Schwächen. Zum Glück gleichen Kraftklub das mit einigen Krachern aus – und mit einem Glaubensbekenntnis für Underdogs.
Als Meister der Atmosphäre erweist sich Ben Howard auf seinem zweiten Album. Manchmal klingt „I Forget Where We Were“, als könnten Herbstblätter Lieder schreiben.
Nach mehr als zehn Jahren im Geschäft lässt Haley Bonar mit „Last War“ aufhorchen. Selten hat es jemand geschafft, mit so subtilen Mitteln so kraftvoll zu klingen.
Full Time Hobby ist eine Plattenfirma, deren Veröffentlichungen man im Prinzip blind kaufen kann. Jetzt feiert das Label seinen zehnten Geburtstag, unter anderem mit der Compilation „What The Hell Are You Doing?“
Gitarren sind auch auf dem zweiten Soloalbum von Kele Okereke tabu. „Trick“ wirft die Frage auf, ob der Sänger von Bloc Party im Herzen schon immer ein Techno-Head war.
Unter verschiedenen Synonymen hat sich Nicholas Krgovich schon versucht, jetzt gibt es mit „On Sunset“ erstmals eine Platte mit seinem eigenen Namen – und dem Versuch, die Yacht-Rock-Welle zu erwischen.
Aus allen Ecken der USA kommend, sind die drei Mitglieder von Greylag in Portland aufeinander getroffen. Der Sound ihres Debütalbums könnte kaum amerikanischer klingen – und zeigt eine Vorliebe für Wasservögel.
Retro? Da zucken Foxygen auch auf ihrem dritten Album nur mit den Schultern. Das Duo aus Los Angeles beweist auf „… And Star Power“ ein ganz eigenens Konzept von Originalität und Kreativität, und das gleich in 24 Songs.
Das war 1998 noch ein Sündenfall: Mit „Adore“ öffneten sich die Smashing Pumpkins der Elektronik. Und legten trotzdem einen Meilenstein hin.
Das Comeback im vergangenen Jahr war, ausgerechnet, ein Weihnachtsalbum. Jetzt sind Erasure mit einer ganzen Platte voller neuer Songs zurück. „The Violet Flame“ klingt, zumindest ab und zu, erstaunlich ambitioniert für eine Band im 30. Jahr ihrer Karriere.
Bei sich angekommen ist Zola Jesus mit dem fünften Album, sagt sie. Leider ist „Taiga“ aber ein Schuss in den Ofen.
HipHop, aber eher schüchtern als aggro – das ist das Metiert von Shabazz Palaces aus Seattle. Ihr zweites Werk „Lese Majesty“ ist ein innovatives und intelligentes Konzeptalbum.
Jens Friebe hat sich selbst übertroffen. „Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus“ bietet zwar keine Kommas, dafür aber Pop in Perfektion.
Ein Klavierlehrer hat Wooden Arms gegründet, zum festen Instrumentarium gehören ein Cello, ein Kornett (!) und eine Geige. Man ahnt schon: Das Sextett aus Norwich hat auf seinem Debütalbum „Tide“ vor allem Schönklang im Sinn, manchmal gar in der Nähe von Klassik.