Marissa Nadler – „July“
Marissa Nadler ist meistens melancholisch, das ist keine große Neuigkeit. Ein Ereignis wird ihr neues Album „July“ vor allem deshalb, weil sie diese Grundstimmung sehr subtil variiert.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Marissa Nadler ist meistens melancholisch, das ist keine große Neuigkeit. Ein Ereignis wird ihr neues Album „July“ vor allem deshalb, weil sie diese Grundstimmung sehr subtil variiert.
Madeline Juno kommt aus dem Schwarzwald, ist 18 Jahre alt und singt auf ihrem ersten Album über Teenager-Probleme. „The Unknown“ überrascht dabei mit einer erstaunlichen Souveränität.
Da ist wohl jemand mächtig vom Erfolg erschüttert. Das wichtigste Thema auf dem zweiten Album von Foster The People: die Abwehr von Ruhm und Konsum.
Auf ihrem sechsten Album „The Take Off And Landing Of Everything“ vermengen Elbow wieder einmal höchst gekonnt Betrübtsein und Souveränität.
„TV en français“ hat ein Häkchen in jeder „amüsante Indie-Platte“-Checkbox. Deshalb klingen We Are Scientists hier so wenig nach Spaß.
Erstmals ist auf diesem Album Xavier Naidoo nicht bei den Söhnen Mannheims dabei. Die übrigen 13 Mitglieder reichen aber locker, um „ElyZion“ zu einer Qual zu machen.
Karen Marie Ørsted, genannt MØ, kommt aus Dänemark und wandelt in den Fußstapfen, in denen uns schon diverse nordische Pop-Prinzessinnen erreicht haben. Siehe Robyn. Siehe Lykke Li. Siehe Annie. Die gute Nachricht lautet: Ihr Debüt „No Mythologies To Follow“ ist so gut, dass es gar keine originelle Geschichte braucht, mit denen sie sich vom Rest abheben könnte.
Broken Bells sind kein Versuchsballon, sondern eine echte Band. Daran lassen James Mercer und Brian Burton mit ihrem zweiten Album „After The Disco“ keinen Zweifel.
In Island hat Joel Thibodeau, der Mann hinter Death Vessel, sein drittes Album aufgenommen. Entstanden ist mit „Island Intervals“ eine ebenso eigentümliche wie kreative Platte.
Milagres aus Brooklyn verstehen es auf „Violent Light“ besonders gut, oberflächliche Posen und hemmungslosen Seelen-Striptease zu vereinen.
Snowbird sind Stephanie Dosen (Gesang) und Simon Raymonde (Musik). Das zweite Album des Duos beweist, welcher Bestandteil der wichtigere ist: Diese Stimme gehört zu den schönsten der Welt.
Vier Alben in sechs Jahren – Blood Red Shoes haben keine Angst vor dem Fluch des großen Outputs. Müssen sie auch nicht, angesichts so grandioser Songs wie hier.
Die Bitterkeit will Angel Olsen auf ihrem zweiten Album überwinden. Sie hat auf „Burn Your Fire For No Witness“ ein ziemlich gutes Rezept dafür: Scharfsinn, schwarzen Humor und gute Songs.
Aus allen möglichen Ecken der Welt kommen die Mighty Oaks, die sich in Berlin getroffen haben. Umso erstaunlicher ist der wichtigste Bezugspunkt für ihr Album „Howl“: Naturverbundenheit.
Die Prinzessin des Dubstep legt mit „Little Red“ ihr zweites Album vor und macht ziemlich unmissverständlich klar: Bald will Katy B die Königin des Pop sein.