LP – „Heart To Mouth“
Den Erfolg von „Lost On You“ möchte LP mit dem Nachfolger offensichtlich unbedingt bewahren. „Heart To Mouth“ wirkt deshalb oft kalkuliert, blutleer und schablonenhaft.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Den Erfolg von „Lost On You“ möchte LP mit dem Nachfolger offensichtlich unbedingt bewahren. „Heart To Mouth“ wirkt deshalb oft kalkuliert, blutleer und schablonenhaft.
Jeden Donnerstag ein neues Lied – dieses Prinzip verfolgen Underworld gemeinsam mit dem Multimedia-Künstlerkollektiv Tomato. „Drift Episode 1“ zeigt die erste Ausbeute des Experiments.
Auf ihrem dritten Album schalten The Boys You Know aus Wien einen Gang herunter und fokussieren sich auf den Kern ihres Sounds.
Alles ist verbunden, an seinem Platz, letztlich schön – sofern wir es nicht kaputt machen. Aus dieser so simplen wie tröstlichen Erkenntnis macht Bill Fay auf „Who Is The Sender“ 13 Songs voller Dankbarkeit und Weisheit.
Das dritte Album von The 1975 zeigt, wie sie Pop und Rock zugleich erobert haben: Die Platte ist Rock’N’Roll in allem außer der Instrumentierung.
Wie eine Fortsetzung zum aktuellen Album von Tim Neuhaus kann man „Pose III + IV“ betrachten. Zugleich gibt die Sammlung Einblicke in seine Arbeitsweise.
Neben seiner Rolle als Pop-Tüftler bastelt Dan Deacon immer stärker an einer zweiten künstlerischen Persona als seriöser elektronischer Komponist. Sein Thema auf „Time Trial“: Radfahren.
Ein cineastischer Sound mit Lust auf Drama prägt das zweite Album von Lord Kesseli & The Drums aus der Schweiz.
Eightes-Sound, schlimme Reime, oberflächliches Weltbild: Angesichts der EP „Aperitif“ fällt es schwer, sich schlimmere Newcomer als Tin Tin vorzustellen.
Er ist ausgewandert, wäre fast gestorben, hat eine Beziehung beendet, sich verliebt und die Besetzung seiner Band verändert: Eddie Argos ist auf dem fünften Album von Art Brut trotzdem derselbe geblieben. Zum Glück.
Mehr Soundästhetik, Details und Finesse, weniger Hits. Für das zweite Album von Hippo Campus ist das keineswegs ein schlechtes Rezept.
Tatsächlich in voller Blüte steht die Kreativität von Alpines auf ihrem dritten Album. „Full Bloom“ führt Liebeskummer und Klimwandel zusammen.
Der Clou bei Felines aus Kopenhagen ist, wie rotzfrech und überzeugend sie auf ihrem zweiten Album alles, was ihnen passend erscheint, in die eigene Ästhetik integrieren.
Jede Idee wird bei The Night Is Still Young maximal ausgedehnt. Das macht „Universal Boundaries“ zu ziemlich langweiligen Psychedelik-Folkrock.
„The Lillywhite Sessions“ stammen ursprünglich von der Dave Matthews Band. Jetzt hat Ryley Walker sie neu interpretiert – aus Liebe zu dieser sehr uncoolen Band.