Grillmaster Flash – „Pinökel“
Acht Lieder in nicht einmal sieben Minuten: Grillmaster Flash schafft es auf „Pinökel“ tatsächlich, in diesen Husarenritt auch noch eine Botschaft zu packen.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Acht Lieder in nicht einmal sieben Minuten: Grillmaster Flash schafft es auf „Pinökel“ tatsächlich, in diesen Husarenritt auch noch eine Botschaft zu packen.
„Lebe wild, bleib jung und sei gefälligst rebellisch“, heißt die zentrale Aufforderung auf dem dritten Album von Lina. Das wird nicht nur kleinen Mädchen gefallen, sondern ist Stoff für Pop-Enthusiasten.
Das „Stadion“ als Sehnsuchtsort besingt Grillmaster Flash auf seinem zweiten Album – mit Humor, aber ohne Klamauk.
Tolle Melodien, unnachahmliche Stimme, Weltschmerz als Grundprinzip: J Mascis hat auf „Elastic Days“ all seine Stärken parat, dazu eine neue Geheimwaffe.
Weg aus der Stadt und von E-Gitarren, hin aufs Land und zu Streichern und Klavier: Das erste Soloalbum von Liela Moss (The Duke Spirit) überrascht in mehrfacher Hinsicht.
Wenn Marius Ziska „Home“ sagt, meint er damit die Färöer Inseln. Das hört man auf der zweigeteilten Platte, auf der er auch in seiner Muttersprache singt.
Auf ihrer zweiten EP wirken Bosco Rogers wie Kinder, die gerade erst ihre Instrumente erlernt haben – und jetzt mächtig Spaß damit haben.
Ironie als Mittel der Weltbewältigung: Dieses Prinzip kann man bei Bill Ryder-Jones auch auf „Yawn“ sehr gut erkennen.
Schöne Stimme, schöne Lieder: Matt Corby klingt auf „Rainbow Valley“ manchmal zu angenehm, schafft es aber meist, seinen Liedern die nötige Substanz zu verleihen.
Auch auf ihrem zweiten Album werfen sich Antarctigo Vespucci besonders gerne in ein schwärmerisches, unglückliches Verliebtsein hinein.
Neue Besetzung, neuer Schwung: Razorlight legen mit „Olympus Sleeping“ ein überraschendes Comeback hin, auch weil sie den Humor entdecken.
Auf ihrem zweiten Album feiern Leoniden aus Kiel den Triumph trotz vieler Widrigkeiten. Viele Lieder auf „Again“ sind zugleich leicht und entschlossen – und erfreulich komplex.
Die beiden Schweizer von Klaus Johann Grobe waren noch nie so funky wie auf „Du bist so symmetrisch“. Dafür schmeißen sie ihr Markenzeichen über Bord.
Es gibt Verweise auf Puschkin und Dante, Troubadoure und Mönche, Antike und Mittelalter auf dem fünften Album von Julia Holter. „Aviary“ ist trotzdem Pop, manchmal.
Die Musik der Single Mothers ist so wütend, dass man die Band aus Ontario am liebsten besänftigend in den Arm nehmen will. Man traut sich bloß nicht an dieses Inferno ran.