The Thermals – „We Disappear“
Energie und Wehmut, Technologie und Zeitlosigkeit vereinen The Thermals auf „We Disappear“. Das Trio aus Portland hätte kaum ein besseres Testament hinterlassen können.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Energie und Wehmut, Technologie und Zeitlosigkeit vereinen The Thermals auf „We Disappear“. Das Trio aus Portland hätte kaum ein besseres Testament hinterlassen können.
Schon das Tracklisting von „And Nothing Hurt“ liest sich wie ein Gedicht. Legt man die neue Platte von Spiritualized dann auf, wird es noch zauberhafter.
Lygo sind ein Punk-Trio aus Bonn. Mit ihrem zweiten Album „Schwerkraft“ legen sie eine Bestandsaufnahme von persönlichen Ängsten und Zweifeln vor – und reichlich Scheiße, die in der Welt abläuft.
Math-Rock aus Frankreich: Zugleich verfrickelt und unmittelbar klingt das Debütalbum von Lysistrata.
Bitte um Feedback: Wayste aus Leipzig paaren auf „The Flesh And The Blood“ große Lust auf Lärm mit viel musikalischer Intelligenz.
Geprägt von Rock und schockiert vom Tod ihrer Mutter entwickelt Michelle Zauner alias Japanese Breakfast auf „Psychopomp“ ein sehr persönliches Debütalbum.
Angst, Wut, Zweifel: Wie man daraus meisterhaften Pop-Punk macht, zeigen Muncie Girls aus Exeter auf ihrer zweiten Platte „Fixed Ideals“.
Goat sind ein mysteriöses Kollektiv aus Schweden. Auf ihrem dritten Album „Requiem“ nutzen sie die Kraft des Perkussiven mal fürs Meditative, mal für Tanz-Euphorie.
Rue Royale brauchten vor dem vierten Album eine Weile, um zu sich zu finden. Was sie auf „In Parallel“ in erster Linie entdecken, ist der Rhythmus.
Das dritte Album von Anna Calvi schwimmt geradezu in Hormonen und Körperflüssigkeiten. Auf „Hunter“ spürt sie den Möglichkeiten von Geschlecht und Identität und der Verbindung zwischen beidem nach.
Eingängigkeit, Charme und ein paar außergewöhnliche Ideen gibt es auch auf dem fünften Album der Kooks. „Let’s Go Sunshine“ verliert sich aber manchmal in zu viel Gemütlichkeit.
Ein paar Lieder, die für sein Grammy-nominiertes Album „Beast Epic“ nicht fertig geworden sind, bringt Sam Bean alias Iron & Wine jetzt als EP raus. „Weed Garden“ ist mehr als Resteverwertung.
Die Mamas dürften nicht erfreut sein: Provokant, grotesk, theatralisch und wuchtig ist auch das zweite Album der Fat White Family.
Nach dem gefeierten Debüt stürzten Money in eine Krise. „Suicide Songs“ ist ein Dokument davon und zugleich der Weg heraus für das Trio aus Manchester.
Entspanntheit ist ein wichtiges Prinzip bei Das Paradies. Von Langeweile ist das Debütalbum „Goldene Zukunft“ allerdings genauso weit entfernt wie von Fatalismus.