Her’s – „Invitation To Her’s“
Oft intuitiv und mit einer sehr eigenständigen Ästhetik agieren Her’s aus Liverpool auf ihrem Debütalbum. Wer Eighties-Indie mag, sollte die „Invitation To Her’s“ unbedingt annehmen.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Oft intuitiv und mit einer sehr eigenständigen Ästhetik agieren Her’s aus Liverpool auf ihrem Debütalbum. Wer Eighties-Indie mag, sollte die „Invitation To Her’s“ unbedingt annehmen.
Mit „Handgepäck I“ zeigt Clueso ein Ausmaß an Ernsthaftigkeit, Tiefe und Poesie, wie es ihm wohl wenige zugetraut hätten.
Über seine Liebe zu Manchester, die ihm lange verwehrt wurde, singt BC Camplight in „Deportation Blues“. Das ist düster, verrückt und sprudelt manchmal über vor Ideen.
Auf „The Vegas Job“ sind The Who erstmals nach mehr als 15 Jahren wieder als Quintett zu erleben und gut in Form – fast noch spektakulärer ist die Entstehungsgeschichte der DVD.
Kompetent, energisch, sensibel: Bob Mould zeigt auf „Patch The Sky“, wie wunderbar er das Spiel mit Gegensätzen beherrscht.
Eine sehr einnehmende, stimmige und warme Atmosphäre prägt das zweite Soloalbum von Cullen Omori (Ex-Smith Westerns). Seine besondere Stärke ist womöglich sein Hang zum Selbstmitleid.
Carpark North sind in ihrer dänischen Heimat schon lange eine große Nummer. In Deutschland könnte es mit dem Erfolg auch klappen, denn das Trio macht af „Hope“ Poprock für Leute, die Pop nicht verstanden haben und Rock nicht leiden können.
Verstärkt um einen Schlagzeuger sind Uniform noch brachialer geworden. „The Long Walk“ ist so hart, dass man zwischen den Tracks tatsächlich kurz durchatmen muss.
Als „virtuelles Album“ über die drohende Zerstörung der Unterwasserwelt haben Animal Collectiv „Tangerine Reef“ konzipiert. Hört man nur die Musik, bleiben Reiz und Sinn davon verschlossen.
Die Situation von Flüchtlingen stellt Jim Kroft in den Mittelpunkt von „Journeys #3“. Manchmal ist sein Konzept besser als seine Lieder.
Vincent Gross kommt aus der Schweiz und singt vom Leben am Meer. Das ist längst nicht das einzig Seltsame am zweiten Album des 21-Jährigen.
Delta Sleep aus Brighton liefern auf ihrem zweiten Longplayer „Ghost City“ so etwas Math-Rock ohne Angeberei – und ein Konzeptalbum über Gleichschaltung durch Technologie.
Shearwater klingen auf „Jet Plane And Oxbow“ größer, ambitionierter und kraftvoller als je zuvor. Das hat mit Filmmusik zu tun, und mit Achtziger-Helden.
The Wave Pictures hätten wohl gerne vor 60 Jahren gelebt, haben mit „Bamboo Diner In The Rain“ aber trotzdem so etwas wie ein Manifest für die Zukunft gemacht.
Komplex und mit Durchschlagskraft: Wayste aus Leipzig präsentieren auf der Debüt-EP „No Innocence“ ihre Interpretation von Alternative Hardcore.