Sophie – „Oil Of Every Pearl’s Un-Insides“
Sophie ist auf ihrem Debütalbum „Oil Of Every Pearl’s Un-Insides“ vor allem eine Ober- und Projektionsfläche. Das ist extrem spannend und zeitgemäß.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Sophie ist auf ihrem Debütalbum „Oil Of Every Pearl’s Un-Insides“ vor allem eine Ober- und Projektionsfläche. Das ist extrem spannend und zeitgemäß.
Das vierte Album von Girls Names aus Belfast weiß um die Möglichkeit des Scheiterns, zieht aus dieser Erfahrung aber keine Verunsicherung, sondern zusätzliche Entschlossenheit.
Einige Fehlversuche startete Melody’s Echo Chamber beim Versuch, einen würdigen Nachfolger für das gefeierte Debüt hinzubekommen. In Schweden klappte es dann: „Bon Voyage“ ist ein äußerst ideenreiches Kaleidoskop,
„Have You In My Wilderness“ könnte man beinahe als das Punk-Album von Julia Holter betrachten. Denn so direkt wie hier war sie nie zuvor, weder in den Inhalten noch in der Arbeitsweise.
Catchy, eigenwillig, schlau: Viel besser als Lily Allen auf „No Shame“ kann man eine verfühte Midlife Crisis nicht verarbeiten.
Auf seinem Debüt „Other Man“ setzt Samuel Hope komplett auf die Kraft seiner Stimme. Das ist zu wenig.
Das neunte Album von Morcheeba bietet zwar keine Weiterentwicklung, aber sehr zuverlässig genau die Wohligkeit, die man von dem Duo aus London erwartet.
Warmduscher aus London (!) vereinen auf ihrem zweiten Album „Whale City“ großes Stilbewusstsein mit dem Willen, diverse Genres nach ihrem Geschmack zu malträtieren.
Über ihren Kampf mit der Depression singt Juliana Daugherty auf ihrem ersten Album. „Light“ legt nahe, wie hartnäckig sie dabei war, trotz sehr subtiler Mittel.
Danger Dan kann es auch ohne die Antilopen Gang: Sein erstes Soloalbum ist smart, kurzweilig und authentisch.
Auf seinem vierten Album „God’s Favorite Customer“ wird Father John Misty nicht nur äußert introspektiv, sondern auch grundsätzlich.
Zwischen Synthiepop und Elektropunk packen UNS aus Berlin ganz viel Diskurs und noch mehr Referenzen. Vor allem aber: Spaß.
Viel mehr als „okay“ hatte man von ABAY eigentlich nicht erwartet. Auf dem zweiten Album wagt sich die zum Quartett gewachsene Band des Ex-Blackmail-Frontmanns aber deutlich aus der Komfortzone.
Ihre eigene Historie, die Fehler der Jugend und die Lust auf die Zukunft feiern die Get Up Kids auf ihrem ersten Release seit sieben Jahren. „Kicker“ fügt sich nahtlos in die Reihe ihrer fantastischen EPs ein.
„Rookie“ of the Year? Vielleicht nicht ganz. Aber The Trouble With Templeton aus Australien haben ein Debütalbum gemacht, das mit Melodie, Cleverness und vor allem Vielseitigkeit besticht.