Dan Deacon – „Rat Film“
Nix mit Elektropop: Auf den Spuren von modernen zeitgenössischen Komponisten wie Philip Glass wandelt Dan Deacon auf dem Soundtrack zum „Rat Film“.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Nix mit Elektropop: Auf den Spuren von modernen zeitgenössischen Komponisten wie Philip Glass wandelt Dan Deacon auf dem Soundtrack zum „Rat Film“.
Das erste Soloalbum von Liam Gallagher soll eindeutig ein Aufbruch in eine strahlende Zukunft sein. Stattdessen wird es ein Dokument des Stillstands – auch, weil die Messlatte so verdammt hoch liegt.
Attitüde und Inhalt passen beim dritten Album von Wanda weniger zusammen denn je: „Niente“ ist nahe am Schlager und oft unerträglich blasiert.
Die Monsters Of Liedermaching sind auf „Für alle“ am stärksten, wenn sie auf die Tücken des Alltags blicken und sich dabei auch selbst zum Deppen machen.
Viel Wut, reichlich Zynismus und großes Engagement stecken in der Musik von Cassels. „Epithet“ bietet damit ein großartiges Verständnis von Punk.
Extrem abwechslungsreich ist das zweite Album von Seamus Fogarty, erst recht für ein Genre wie (Alt-)Folk. Das Prinzip des Iren hat dabei entscheidenden Anteil: Er schreibt Lieder, und dann versaut er sie.
Auch auf ihrem vierten Album sind Protomartyr aus Detroit zu großer emotionaler Wucht fähig. Es geht auf „Relatives In Descent“ weniger um persönliche Dämonen, sondern um die Suche nach der Wahrheit.
Das erste Album von Otherkin aus Dublin zeigt, dass ihr musikalisches Alphabet nur neun Buchstaben hat: Rock’N’Roll.
Zum zehnten Jubiläum des Debütalbums von Oasis gab es „Definitely Maybe“ auf zwei DVDs. Die Special Anniversary Edition erklärt, warum das Album solch ein unmittelbarer Triumph wurde – und wie schwer der Weg dahin dennoch war.
Eine Hälfte Pop, eine Hälfte Experimente: „Pose I + II“ zeigt, dass bei Tim Neuhaus in beiden Fällen gute Songs drinstecken.
Die Musik von Alex Cameron wirkt wie aus der Zeit gefallen. Nicht nur, weil der Australier auf „Forced Witness“ reichlich Eighties-Sound bietet, sondern vor allem, weil es hier noch echte Gefühle gibt.
Auch das elfte Album von Ariel Pink klingt, trotz bedeutungsschwangerer Randnotizen, wie ein Sampler mit lauter Liedern von halbtalentierten Egozentrikern.
Fuck Art, Let’s Dance sind weiter die richtige Wahl für alle, die sich auch heutzutage noch nach der Indiedisco anno 2005 sehnen. Statt Ausrufezeichen hätte ihr zweites Album „Forward! Future!“ allerdings etwas mehr Abwechslung gebrauchen können.
Mit Musik aus Schwedenkrimis will Violinistin Mari Samuelsen nicht nur die Klasswikwelt begeistern, sondern schielt offenbar auch auf das Mainstream-Publikum.
Herbstlich klingt „Resurgam“, trotzdem zeigt Fink hier auch Lust auf Rhythmus und Dynamik. Daran hat der Produzent ebenso Anteil wie die Live-Erfahrung.