Hingehört: Sløtface – „Try Not To Freak Out“
Das Debütalbum von Sløtface aus Norwegen hat viel Eigenständigkeit, Cleverness und Energie. Was an „Try Not To Freal Out“ am meisten überrascht, ist der Ehrgeiz des Quartetts.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Das Debütalbum von Sløtface aus Norwegen hat viel Eigenständigkeit, Cleverness und Energie. Was an „Try Not To Freal Out“ am meisten überrascht, ist der Ehrgeiz des Quartetts.
Auf ihrem vierten gemeinsamen Album intensivieren Angus und Julia Stone ihre Zusammenarbeit noch. Seinen Reiz bezieht „Snow“ aber aus den kleinen Unterschieden zwischen den Geschwistern.
Die Musik der Attic Sleepers ist schick wie aus einem Modemagazin, die Stimme klingt wie aus einem bedeutenden Roman. Das Debütalbum „Transit“ ist eine Freude für Fans von Alternative Folk.
For Them All aus Rheinland-Pfalz machen Emo-Punk mit besonderer Vorliebe für Eingängigkeit. Die EP „Thoughts“ zeigt, wie viel Punch das trotzdem haben kann.
Cro verlässt mit seinem dritten Album „Tru“ die Komfortzone, verzichtet auf Hits und ist ambitioniert wie nie.
LIRR sind im Kern Emo, wagen sich auf ihrem Debütalbum aber auch in extrem weit entfernte Genres vor. Das funktioniert wegen der unerschütterlichen Überzeugung, dass genau dieser Sound das ist, was sie machen wollen.
Americana funktioniert auch, wenn ein New Yorker mit vier Berlinern musiziert, zeigen Random Willson & Brokof. „Brother Equal“ fehlt aber die Spannung.
So vielseitig wie nie präsentieren sich die Beatsteaks auf „Yours“. Das funktioniert nicht in allen Fällen, zeigt insgesamt aber eine Band, die auch nach 20 Jahren noch gut im Saft steht.
Große Botschaften, superbe Arrangements: The Pains Of Being Pure At Heart schaffen es auf „The Echo Of Pleasure“, ihr sehr hohes Indiepop-Niveau noch einmal zu steigern.
Kunstvolle Klangcollagen setzen auf dem dritten Album des Hidden Orchestra das Kopfkino in Gang. Wichtie Zutaten dabei: Archivmaterial, zwitschernde Vögel und Gin Tonic.
Als Produzent und Talentförderer ist Sven Bünger eine große Nummer. Sein zweites Album unter eigenem Namen zeigt ihn als Lebemann mit Hang zum Zynismus.
Zerstören, verfremden, transzendieren, mit Masken, Kostümen und Effekten: Will man die Smashing Pumpkins verstehen, muss man sich ihre Videos ansehen.
Weniger Clubsound, mehr Introspektion: Hercules & Love Affair leben auf „Omnion“ ihre emotionale Seite aus.
Trump, Brexit, Syrien: Nadine Shah hat mit „Holiday Destination“ ein extrem engagiertes Album gemacht und packt ihre ernsten Botschaften in einen absichtlich fröhlichen Sound.
Ehrlich, traurig, sanft: Das Debütalbum der Norwegerin Siv Jakobsen macht seinem Titel „The Nordic Mellow“ alle Ehre.