Peter Silberman – „Impermanence“
Ausgerechnet die Sehnsucht nach Stille wurde zum Ausgangspunkt für das erste Soloalbum von Peter Silberman (The Antlers). Das zerbrechliche „Impermanence“ ist auch Teil einer Therapie.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Ausgerechnet die Sehnsucht nach Stille wurde zum Ausgangspunkt für das erste Soloalbum von Peter Silberman (The Antlers). Das zerbrechliche „Impermanence“ ist auch Teil einer Therapie.
Für sein neues Album hatte sich Entrance ein Ziel gesetzt: Er wollte richtige Songs schreiben, nicht bloß Tracks abliefern. Das ist mit „Book Of Changes“ sehr gut und auf sehr klassische Weise gelungen.
Donata Kramarz und Daïm de Rijke alias Nosoyo zeigen auf ihrem Debütalbum „Resonate“ viel Pop-Appeal und ein gutes Gespür für Dynamik.
Nur Trommeln und Gesang – wie soll das funktionieren? Sehr gut, wenn es so schöne und so viele Stimmen sind wie auf dem Debütalbum des Deep Throat Choirs.
Mit „Hard Love“ blick Tim Showalter alias Strand Of Oaks auf Ehekrise, Tod und Exzesse. Trotzdem ist das Album wunderbar positiv und abwechslungsreich.
Seine Liebe zur Gitarre lebt Tim Darcy nicht nur mit Ought aus, sondern jetzt auch solo. „Saturday Night“ zeigt ihn als Suchenden.
Die Sorge um die vom Krieg gebeutelte Heimat hört man „Elwan“ an, auf dem Tinariwen wieder meisterhaft Virtuosität und Atmosphäre verknüpfen.
Einnehmende und herbe Stimmen sowie und eine Verspieltheit, die nie Selbstzweck wird, sorgen dafür, dass das Debütalbum von Serafyn einen eigenen Zauber entwickelt.
„Memories Are Now“, das fünfte Album von Jesca Hoop. lebt vom unbedingten Willen zur Unabhängigkeit. Die wunderbare Platte wird dabei sperrig und einnehmend zugleich.
Einst spielte Simon Kirke bei Free und Bad Company das Schlagzeug. Mit dem Soloalbum „All Because Of You“ will der 67-Jährige offensichtlich beweisen, dass mehr in ihm steckt. Das endet oft in Peinlichkeiten.
Die Wahl-Berlinern Louka verbindet auf ihrer ersten EP „Flimmern“ sehr geschickt Intuition und Reflexion.
Manchmal schüchtern und manchmal majestätisch klingen Lowly auf ihrem Debütalbum „Heba“, das sie nach einer Freundin benannt haben, die aus Syrien geflohen ist.
Der Wille zum Neuanfang und Zusammenhalt bestimmt die Musik von Pictures. Damit hat das Quartett aus Berlin ein fast perfektes Album hinbekommen.
Mainfelt aus Südtirol wollen mit Folk à la Mumford & Sons die Welt (oder wenigstens den deutschsprachigen Musikmarkt) erobern. Ihr zweites Album „Backwards Around The Sun“ klingt aber zu oft schablonenhaft.
„Another River“, das zweite Album von Alpines aus London, bietet elektronisch unterfütterte Popkunst auf Spitzenniveau.