„Tschick – Original Motion Picture Soundtrack“
Kitsch, Hits und viel Lust auf Abseitiges hat Regisseur Fatih Akin für den Soundtrack von „Tschick“ zusammengestellt – und dabei ein sehr gutes Händchen bewiesen.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Kitsch, Hits und viel Lust auf Abseitiges hat Regisseur Fatih Akin für den Soundtrack von „Tschick“ zusammengestellt – und dabei ein sehr gutes Händchen bewiesen.
Wundervoll: Was man auf dem neuen Album von King Creosote hört, klingt bezaubernd. Noch besser ist das, was man sich auf „Astronaut Meets Appleman“ nur einbildet zu hören.
Energie und Eingängigkeit befinden sich auf der zweiten EP von Otherkin im ständigen Wettstreit. Das ist ein umwerfendes Rezept.
Sehr schön und sehr erwachsen ist „Flowers & Tigers“, das Debütalbum von Vivie Ann. Manchmal würde man sich allerdings wünschen, dass die Wahl-Hamburgerin auch mal Spaß haben kann.
Schon der Titel zeigt es: „Advanced Chemistry“, das vierte Album der Beginner, ist eine Platte mit viel Geschichtsbewusstsein, aber ohne Nostalgie.
Lügen, Manipulation und Betrug von Politikern sind die Themen auf dem vierten Album von BirdPen aus Southampton. Trotzdem klingt „O‘ Mighty Vision“ oft majestätisch.
So geht tolle Tanzmusik: Roosevelt verbindet auf seinem gleichnamigen Debütalbum meisterhafte Produktion mit toller Atmosphäre und viel Persönlichkeit.
Volltreffer: Eine schläfrige Stimme, messerscharfe Musik und blitzgescheite Texte – das sind auch auf der EP „Crush Me“ die Qualitäten von K. Flay.
I Am Jerry zeigen mit ihrem Debüt: Sie wollen gerne erfolgreich, berühmt und sexy sein. Die Songs dazu haben sie – auch wenn man befürchten muss, dass sie die Jugend das Landes bloß zum KiffenSaufenFeiern animieren.
Viel Leidenschaft und Überzeugung bietet Tilman Benning alias Tigeryouth auf seinem zweiten Album. Was seinem Akustik-Punk fehlt, ist die lyrische Klasse.
Die Stimme von Blackmail und die Gitarre von Juli – aus dieser Kombination bestehen Abay. Ihr Debüt ist theatralisch, verspielt und romantisch.
Wer Mumford & Sons mittlerweile zu rockig findet, dürfte an Cattle & Cane aus Middlesbrough seine Freude haben. Das Debütalbum „Home“ klingt aber oft zu gefällig und harmlos.
Hohe Songwriterkunst bietet Haley Bonar auf ihrem fünften Album. Noch besser werden die Lieder von „Impossible Dream“, weil sie eine ganze Band hat, um sie zu veredeln.
„Give A Glimpse Of What Yer Not“ ist das vierte Album seit der Wiedervereinigung von Dinosaur Jr in Originalbesetzung. Das Trio klingt erfreulich hungrig und schafft es, seinen Horizont zu erweitern, ohne seinem Sound untreu zu werden.
Auch auf ihrem fünften Album „Boy King“ sind die Wild Beasts kraftvoll, modern und getragen von einer ganz eigenen Ästhetik – und natürlich von ihrer Sexbesessenheit.