Tortoise – „The Catastrophist“
Der Trick bei Tortoise ist auch nach 25 Jahren: Immer, wenn ihre Musik zu beliebig zu werden droht, kommt eine Dosis Energie hinzu.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Der Trick bei Tortoise ist auch nach 25 Jahren: Immer, wenn ihre Musik zu beliebig zu werden droht, kommt eine Dosis Energie hinzu.
Viel Fantasie und Eleganz zeichnen das zweite Album von NZCA Lines aus. Dass auch noch ein Konzept drinsteckt, kann man bei „Infinite Summer“ beinahe vernachlässigen.
Außer der Sängerin hat jeder bei Deluxe einen Schnauzbart. Deshalb heißt das zweite Album der Franzosen „Stachelight“ und wird zu einem sehr heiteren Genre-Mix.
Esel, Zechpreller und historisch schlechte Beifahrer: Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen besingt auf ihrem dritten Album wieder die Beautiful Loser. Wundervoll.
Ein Singer-Songwriter, ein Jazz-Bassist und ein Sarangi-Virtuose haben sich als Yorkston/Thorne/Khan zusammengetan. Ihr Debütalbum „Everything Sacred“ spürt der Wurzel nach, die alle Musik verbindet.
Wie eine Musik, für die es kein Zeitalter gibt, klingt das dritte Album von Promise & The Monster. Kein Wunder: „Feed The Fire“ spielt in einer quasi-apokalyptischen Welt.
Aus ihrer konsequent verfolgten Indie-Ästhetik bezieht die Musik von Alex G auch auf seinem siebten Album ihren Charme.
„Where Have You Been All My Life?“ ist ein halbes Live- und ein halbes Best-Of-Album. In jedem Fall zeigt es, wie es die wunderbaren Lieder der Villagers schaffen, innig, warm und kuscheltauglich zu werden, ohne kitschig zu sein.
Wut erwartet man natürlich bei Public Image Ltd. Das elfte Album der Band überrascht aber auch mit Stilbrüchen.
Auch mit seinem vierten Album „Purpose“ bricht Justin Bieber wieder alle Rekorde. Hört man sich die Platte an, fragt sich nur: Warum? Und warum fängt er mit dem Mega-Erfolg so wenig an?
Man hätte eher auf den Drogentod von Pete Doherty gewettet als auf ein drittes Album der Libertines. „Anthems For Doomed Youth“ ist ein Kraftakt.
Verstreute Raritäten aus zwölf Karrierejahren hat Cass McCombs auf „A Folk Set Apart“ versammelt. Das taugt auch wunderbar als Einführung ins Werk das kalifornischen Songwriters.
Zum 90. Geburtstag von Hildegard Knef interpretieren 20 deutsche Künstler ihre Lieder neu. Mit sehr gemischten Ergebnissen.
Am Anfang stand ein Tweet: Chet Faker und Marcus Marr zeigen, wie das Miteinander in der elektronischen Musik funktionieren kann.
Für „Kubrick“ verzichten Soulsavers auf Gastsänger und suchen ihre Inspiration stattdessen in Filmfiguren. Zumindest manchmal werden sie fündig.