Joris – „Hoffnungslos Hoffnungsvoll“
Wenn man schon ein Philipp-Poisel-Trittbrettfahrer sein möchte, sollte man ein wenig subtiler vorgehen als Joris. Sein Debütalbum setzt auf Sensibilität im Hau-Ruck-Verfahren.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Plattenkritiken, Rezensionen von Alben, EPs und Singles, Konzertberichte, Listicles, Interviews mit Musikern und Musiktipps.
Wenn man schon ein Philipp-Poisel-Trittbrettfahrer sein möchte, sollte man ein wenig subtiler vorgehen als Joris. Sein Debütalbum setzt auf Sensibilität im Hau-Ruck-Verfahren.
Als 31-Jährige feierte Alannah Myles mit dieser Platte ihren Durchbruch, dank „Black Velvet“. Wofür sie musikalisch stehen will, weiß sie trotzdem nicht.
Wumms, Abwechslung, clevere Samples: Auf dem sechsten Album von The Prodigy ist alles vorhanden. Trotzdem ist „The Day Is My Enemy“ langweilig.
Obwohl schon 1980 gegründet, haben Saal 2 gerade erst ihr zweites (!) Album zustande gebracht. Einen Song gibt es gratis, ebenso wie Tracks von Valentine, Montreal und We Are The City.
Improvisiert, mäandernd und traumwandlerisch kommt das zweite Album von Ryley Walker daher. „Primrose Green“ zeigt: Der Mann aus Chicago ist ein Singer-Songwriter, der nicht gerne singt und kaum echte Songs schreibt.
The Devil Makes Three zeigen im Conne Island: Man braucht kein Schlagzeug, um Leipzig zum Tanzen zu bringen.
Vor nur 300 Fans präsentierte Herbert Grönemeyer seine neuen Songs live. Jetzt gibt es einen Konzertmitschnitt. Der hat seine Momente – sieht aber manchmal aus wie ein CDU-Parteitag.
Fast ohne den Rest der Band hat Ian Parton das vierte Album des Go! Team gebastelt. Die Stimmen kommen von unbekannten Sängerinnen aus dem Internet, die Melodien anscheinend direkt aus dem Himmel. Wunderbar.
Folktronica von den Färöer Inseln: Die Musik von Eivør klingt oft, als sei sie schon 300 Jahre alt – und habe seitdem den einen oder anderen Poltergeist getroffen.
Folkpop ohne Angst vor großen Melodien und großen Gefühlen spielen Seafret auf ihrer zweiten EP „Oceans“. Vom Meer können die beiden Engländer ohnehin ein Lied singen.
Modest Mouse halten auf ihrem ersten Album nach acht Jahren der Menschheit den Spiegel vor. „Strangers To Ourselves“ klingt engagiert, abwechslungsreich und erstaunlich spaßig.
Zwei Models und ein Fashion-Blogger machen gemeinsam Musik. Im Falle von B.O.X.E.R. hat das aber nicht immer den nötigen Stil.
Lana Del Rey zerhackt die Mythen des amerikanischen Traums. Ihr zweites Album „Ultraviolence“ zeigt, warum sie so ein faszinierender Popstar ist.
Ihr Konzert in Leipzig zeigt: Archive streben mit ihrer Musik den maximalen Effekt an. Auch wenn sie damit manchmal nur euphorisches Kopfnicken auslösen.
Man nehme die Pixies, ziehe etwas Lärm ab und füge etwas Mathematik hinzu. Das Ergebnis? Krill.