Hingehört: Haley Bonar – „Last War“
Nach mehr als zehn Jahren im Geschäft lässt Haley Bonar mit „Last War“ aufhorchen. Selten hat es jemand geschafft, mit so subtilen Mitteln so kraftvoll zu klingen.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Plattenkritiken, Rezensionen von Alben, EPs und Singles, Konzertberichte, Listicles, Interviews mit Musikern und Musiktipps.
Nach mehr als zehn Jahren im Geschäft lässt Haley Bonar mit „Last War“ aufhorchen. Selten hat es jemand geschafft, mit so subtilen Mitteln so kraftvoll zu klingen.
Wie immer machen Blood Red Shoes auch in Leipzig Station, wenn sie auf Tour sind. Mit der Show im Conne Island beweisen sie sagenhafte Power – trotz einiger Pannen.
Full Time Hobby ist eine Plattenfirma, deren Veröffentlichungen man im Prinzip blind kaufen kann. Jetzt feiert das Label seinen zehnten Geburtstag, unter anderem mit der Compilation „What The Hell Are You Doing?“
Gitarren sind auch auf dem zweiten Soloalbum von Kele Okereke tabu. „Trick“ wirft die Frage auf, ob der Sänger von Bloc Party im Herzen schon immer ein Techno-Head war.
In ihrer australischen Heimat haben Rüfüs mit ihrem Debütalbum abgeräumt. Die zweite Platte nehmen sie gerade in Berlin auf. Ich habe sie dort getroffen und mit den drei Jungs über den Reiz und die Verlockungen der Hauptstadt geplaudert.
To get away from the attention that surrounds them in their Australian home, Rüfüs moved to Berlin, of all places. I met them to talk about their second album, the New Sound Of Australia and the impossibility of squeezing orchestras into water tanks.
Unter verschiedenen Synonymen hat sich Nicholas Krgovich schon versucht, jetzt gibt es mit „On Sunset“ erstmals eine Platte mit seinem eigenen Namen – und dem Versuch, die Yacht-Rock-Welle zu erwischen.
Aus allen Ecken der USA kommend, sind die drei Mitglieder von Greylag in Portland aufeinander getroffen. Der Sound ihres Debütalbums könnte kaum amerikanischer klingen – und zeigt eine Vorliebe für Wasservögel.
Retro? Da zucken Foxygen auch auf ihrem dritten Album nur mit den Schultern. Das Duo aus Los Angeles beweist auf „… And Star Power“ ein ganz eigenens Konzept von Originalität und Kreativität, und das gleich in 24 Songs.
Das war 1998 noch ein Sündenfall: Mit „Adore“ öffneten sich die Smashing Pumpkins der Elektronik. Und legten trotzdem einen Meilenstein hin.
Das Comeback im vergangenen Jahr war, ausgerechnet, ein Weihnachtsalbum. Jetzt sind Erasure mit einer ganzen Platte voller neuer Songs zurück. „The Violet Flame“ klingt, zumindest ab und zu, erstaunlich ambitioniert für eine Band im 30. Jahr ihrer Karriere.
Bei sich angekommen ist Zola Jesus mit dem fünften Album, sagt sie. Leider ist „Taiga“ aber ein Schuss in den Ofen.
HipHop, aber eher schüchtern als aggro – das ist das Metiert von Shabazz Palaces aus Seattle. Ihr zweites Werk „Lese Majesty“ ist ein innovatives und intelligentes Konzeptalbum.
Jens Friebe hat sich selbst übertroffen. „Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus“ bietet zwar keine Kommas, dafür aber Pop in Perfektion.
Ein Klavierlehrer hat Wooden Arms gegründet, zum festen Instrumentarium gehören ein Cello, ein Kornett (!) und eine Geige. Man ahnt schon: Das Sextett aus Norwich hat auf seinem Debütalbum „Tide“ vor allem Schönklang im Sinn, manchmal gar in der Nähe von Klassik.