Frànçois And The Atlas Mountains – „Banane Bleue“
Frànçois And The Atlas Mountains fügen auf ihrem sechsten Album verschiedene Elemente wie ein Mosaik zusammen und verbinden dabei nicht konzeptuell verschiedene Stationen aus Europa.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Plattenkritiken, Rezensionen von Alben, EPs und Singles, Konzertberichte, Listicles, Interviews mit Musikern und Musiktipps.
Frànçois And The Atlas Mountains fügen auf ihrem sechsten Album verschiedene Elemente wie ein Mosaik zusammen und verbinden dabei nicht konzeptuell verschiedene Stationen aus Europa.
Im vergangenen Jahr haben die Electro-Größen von Cabaret Voltaire ihr erstes Album seit 1994 veröffentlicht. Jetzt stellen sie der Platte mit „Shadow Of Funk“ eine EP an die Seite, die vor allem von ihrer Dramaturgie lebt.
Animierte Videos, Songs über Sehnsucht und Einsamkeit und EPs als besonders beliebtes Format: Corona hat uns (neben jeder Menge Ärger) auch in dieser Woche wieder spannende neue Musik beschert.
Neun eigene Songs + Strom + Posaune + Bassklarinette. Das ist die Formel für die sehr überzeugenden „Electric Versions“ von Wooden Peak aus Leipzig.
Die Musik von Amoa lebt auf „You“ von einer schönen Stimme und Beats, die genau in der Mitte zwischen „verfrickelt“ und „elegant“ tänzeln.
EUT machen auf „Party Time“ eine kunterbunte ADHS-Musik: Die Niederländer brauchen in so enger Taktung neue Reize, dass ihre Lieder beinahe platzen vor kleinen Details,
Geologist und Deakin vom Animal Collective haben einen Soundtrack gemacht. „Crestone“ klingt wie der Schauplatz des Films: eine Wüstenstadt.
Selten im Deutschrap: Search Yiu glänt auf „SY“ mit viel Gespür für Atmosphäre, großer Sensibilität und dem Stehen zu den eigenen Schwächen.
„Der Teufel auf meiner Schulter sagt es wird alles okay“ leidet an viel zu viel Auto-Tune, viel zu wenig Qualitätskontrolle – und an der Feigheit von Kynda Gray.
Bei The Pretty Reckless singt ein waschechter Hollywood-Star, trotzdem klingt die Musik des Quartetts nach Niedersachsen: altmodisch und kraftmeiernd.
Audio88 & Yassin sind auf „Todesliste“ so hart wie nie. Die Stärke bei ihnen ist ein besonderer Blick für gesellschaftlich brisante Themen und im Deutschrap ungewöhnliche Perspektiven.
Die Regierung ist fleißig, weise und unverwechselbar. Zumindest, wenn man damit die Band um Tilman Rossmy meint.
Kino im Kopf: John Carpenter macht auch auf „Lost Themes III: Alive After Death“ wieder instrumentale Songs, denen man nicht im Dunkeln begegnen möchte.
Milliarden aus Berlin spielen auf „Schuldig“ gekonnt mit Millennial-Problem und Musikgeschichte, bauen aber genug Irritationen und Interpretationsspielraum ein, um dabei einzigartig zu bleiben.
Zwischen Naivität und Tiefsinn pendelt Dagobert auf seinem vierten Album. Dabei kommt der Schweizer letztlich nirgendwo an.