Hingehört: Celebration – „Wounded Healer“
Die Songs von Celebration sind auf dem fünften Album der Band aus Baltimore zwar nicht vorhersehbar, aber immer auf Effekt aus. Deshalb fehlt „Wounded Healer“ jegliche Magie.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Plattenkritiken, Rezensionen von Alben, EPs und Singles, Konzertberichte, Listicles, Interviews mit Musikern und Musiktipps.
Die Songs von Celebration sind auf dem fünften Album der Band aus Baltimore zwar nicht vorhersehbar, aber immer auf Effekt aus. Deshalb fehlt „Wounded Healer“ jegliche Magie.
Die New Kids On The Block, 1994 eigentlich schon aufgelöst, sind nach ihrem Comeback weder New noch Kids. Und, wie die neue EP „Thankful“ zeigt, auch kein bisschen gut.
Hinter L.A. verbirgt sich der aus Mallorca stammende Luis Albert Segura. Auf seinem fünftem Album „King Of Beasts“ erweist er sich als eingebildeter, geschmackloser Kitschkönig.
So muss Emo-Punk klingen: Die Songs auf dem zweiten Album von Free Throw aus Nashville passen unter der Bettdecke genauso gut wie im Moshpit.
Einen guten Draht zur Vergangenheit beweisen die Afghan Whigs auf „In Spades“ nicht nur mit ihrem bewährten Mix aus Punk, Soul und Hardrock.
Auf ihrem achten Album kehren Egotronic ein wenig zu den elektronischen Anfängen zurück. Beim Inhalt setzen sie auf Unmissverständlichkeit.
Alles brennt bei Gnarwolves von beiden Enden, aber sie verlassen sich nicht nur auf diese Energie. „Outsider“ ist deshalb toller Pop-Punk/Emo-Spaß.
So gut kann deutscher Rap sein: Mit viel Fantasie und großem Horizont gehen Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi in „Das nullte Kapitel“ auf die Suche nach Sinn und Wahrheit.
Blumig, hohl und völlig überambitioniert: Auch der Ortswechsel von Berlin nach Paris hat die Musik von Thomas Azier nicht besser gemacht.
Halbwegs nette Klaviermusik wird auch nicht spannender, wenn der Pianist eine Maske trägt. Das zeigt Lambert mit „Sweet Apocalypse“.
Punk mit Augenzwinkern, großer stilistischer Freiheit und queerem Selbstbewusstsein: Das macht das zweite Album von PWR BTTM aus. Überschattet wird „Pageant“ allerdings von einem Sexskandal.
Der Ausstieg des Co-Frontmanns hat sich auf Mando Diao äußerst belebend ausgewirkt: Auf „Good Times“ finden die Schweden ihren Markenkern wieder.
Electropop mit sozialem Gewissen gibt es auf dem ersten Album von Woman aus Köln.
Früher waren sie bei AFI und No Doubt, jetzt machen sie Eighties-Schmalzpop: Dreamcar erweist sich als ein fragwürdiges Projekt. Nicht wegen der Wahl des neuen Genres, sondern wegen fehlender Glaubwüridgkeit.
Nick Cave And The Bad Seeds machen vielleicht die Musik, die Kulturpessimisten befürchtet hatten, als sie die ersten Gehversuche des Rock’N’Roll verdammten. Die Werkschau „Lovely Creatures“ blickt auf 30 Jahre der Band zurück.