Lot – „Der Plan ist übers Meer“
Der Wahl-Leipziger Lot singt auf seinem zweiten Album über die Suche nach Identität. Leider meistens krude und infantil.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Plattenkritiken, Rezensionen von Alben, EPs und Singles, Konzertberichte, Listicles, Interviews mit Musikern und Musiktipps.
Der Wahl-Leipziger Lot singt auf seinem zweiten Album über die Suche nach Identität. Leider meistens krude und infantil.
Nicht mehr am Rechner, sondern mit analogem Equipment haben Claire die Songs für ihr zweites Album entwickelt. Das tut dem Profil des Quintetts aus München durchaus gut.
Eine sehr souveräne und einnehmende Indierock-Platte aus Freiburg: Die Brothers Of Santa Claus setzen auf „Not OK“ auf kleine Widersprüche.
In ihrer portugiesischen Heimat sind The Gift große Stars. Mit „Altar“ könnte es auch international zumindest für einen Achtungserfolg reichen – auch dank der Unterstützung von Brian Eno.
Auch auf ihrem zweiten Album holen Happyness ihre amerikanischen Helden gedanklich noch London. Und sie erlauben sich diesmal sogar Gefühle und Ernst.
Ein Jahr nach Live Aid kehren Queen nach Wembley zurück. Niemand ahnte, dass es ihre letzte Show in London sein sollte, aber die Band legt sich ins Zeug, als gebe es kein Morgen – und Freddie Mercury definiert, was „Frontmann“ bedeutet.
Songs von Jethro Tull erklingen auf „The String Quartets“ in Klassik-Arrangements. Außer Ian Anderson braucht das kein Mensch, gänzlich misslungen ist die Idee trotzdem nicht.
Wahnsinn in Stimme und Sound lautet das wichtigste Prinzip bei den Moonlandingz. Das macht auf ihrem Debütalbum „Interplanetary Class Classics“ großen Spaß – auch dank illustrer Gäste.
Hundreds beschließen in Leipzig ihre „Wilderness“-Tour. Bei ist allerdings nichts wild, sondern alles artifiziell – auf höchst beeindruckende Weise.
Musik für Leute, die Ratgeberliteratur schätzen: Das zweite Album der Mighty Oaks ist rechtschaffen und völlig frei von Spannung.
Pål Waaktaar (a-ha) hat sich mit der Tochter eines Bandkollegen für ein Nebenprojekt zusammengetan. „World Of Trouble“ ist nicht komplett schlimm, aber komplett überflüssig.
Auf „Spirit“ setzen Depeche Mode auf politische Texte und einen Sound, der noch etwas düsterer ist als üblich. Das passt erstaunlich gut in die Zeit.
Mit „Stolen Dance“ wurden Milky Chance aus Kassel plötzlich weltberühmt. Auf ihrem zweiten Album versuchen sie erfreulicherweise, den Erfolg zu ignorieren. Einen ganz neuen Blick auf die Welt zeigt „Blossom“ dennoch.
Den Wert von Zusammenhalt und Optimismus besingen Sorority Noise auf ihrem dritten Album – und zeigen, wie viel sie drauf haben.
Eine ganz spezielle Dynamik und eine seltene Intimität zeichnet Rolling Blackouts Coastal Fever aus Melbourne auch auf ihrer zweiten EP aus.