Tim Darcy – „Saturday Night“
Seine Liebe zur Gitarre lebt Tim Darcy nicht nur mit Ought aus, sondern jetzt auch solo. „Saturday Night“ zeigt ihn als Suchenden.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Plattenkritiken, Rezensionen von Alben, EPs und Singles, Konzertberichte, Listicles, Interviews mit Musikern und Musiktipps.
Seine Liebe zur Gitarre lebt Tim Darcy nicht nur mit Ought aus, sondern jetzt auch solo. „Saturday Night“ zeigt ihn als Suchenden.
Die Sorge um die vom Krieg gebeutelte Heimat hört man „Elwan“ an, auf dem Tinariwen wieder meisterhaft Virtuosität und Atmosphäre verknüpfen.
Einnehmende und herbe Stimmen sowie und eine Verspieltheit, die nie Selbstzweck wird, sorgen dafür, dass das Debütalbum von Serafyn einen eigenen Zauber entwickelt.
„Memories Are Now“, das fünfte Album von Jesca Hoop. lebt vom unbedingten Willen zur Unabhängigkeit. Die wunderbare Platte wird dabei sperrig und einnehmend zugleich.
Einst spielte Simon Kirke bei Free und Bad Company das Schlagzeug. Mit dem Soloalbum „All Because Of You“ will der 67-Jährige offensichtlich beweisen, dass mehr in ihm steckt. Das endet oft in Peinlichkeiten.
Die nächste Stufe im „Neuanfang“ von Clueso ist eine Clubtour. Im Täubchenthal Leipzig zeigt er, wie gut das funktionieren kann – auch wenn es ab und zu ein Saxofonsolo gibt.
Die Wahl-Berlinern Louka verbindet auf ihrer ersten EP „Flimmern“ sehr geschickt Intuition und Reflexion.
Manchmal schüchtern und manchmal majestätisch klingen Lowly auf ihrem Debütalbum „Heba“, das sie nach einer Freundin benannt haben, die aus Syrien geflohen ist.
Der Wille zum Neuanfang und Zusammenhalt bestimmt die Musik von Pictures. Damit hat das Quartett aus Berlin ein fast perfektes Album hinbekommen.
Mainfelt aus Südtirol wollen mit Folk à la Mumford & Sons die Welt (oder wenigstens den deutschsprachigen Musikmarkt) erobern. Ihr zweites Album „Backwards Around The Sun“ klingt aber zu oft schablonenhaft.
„Another River“, das zweite Album von Alpines aus London, bietet elektronisch unterfütterte Popkunst auf Spitzenniveau.
Nach dem Debüt mit dem Hit „Your Wish“ tobt sich Talisco auf seinem zweiten Album in diversen Stilrichtungen aus. Kein Wunder: Der Franzose hat einiges nachzuholen.
Yalta Club aus Frankreich haben ihr neues Album „Hybris“ mit zur Show nach Leipzig gebracht. Der Abend in der Moritzbastei wird merveilleux.
Rap kann auch trübsinnig sein, zeigt View aus Finnland. Die Stärke seiner EP „Avalon“ besteht darin, dass alles wohlüberlegt und präzise ist.
Direkt aus den Siebzigern scheint die Musik von Parcels zu kommen. Manchmal mischen die Australier auf ihrer ersten EP aber auch Aktuelles in ihren Discosound.