9 Songs
Vor allem als Pseudo-Porno hat „9 Songs“ für Aufsehen gesorgt. In Wirklichkeit zeigt der Film spannende Parallelen zwischen Sex und Konzerterlebnis auf – und bietet Liveauftritte von fantastischen Bands.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Zum zehnten Jubiläum des Debütalbums von Oasis gab es „Definitely Maybe“ auf zwei DVDs. Die Special Anniversary Edition erklärt, warum das Album solch ein unmittelbarer Triumph wurde – und wie schwer der Weg dahin dennoch war.
Jacob kümmert sich in Indien um soziale Projekte und soll für ein paar Tage in seine dänische Heimat kommen, um eine Millionenspende zu akquirieren. Der Geschäftsbesuch wird zu einer Reise in seine Vergangenheit. „Nach der Hochzeit“ macht daraus ein sehr kluges, exzellent gespieltes Psychogramm.
Als die 17-jährige Luka sich an ihrer neuen Schule als Junge ausgibt, hat sie plötzlich viel weniger Probleme. „Seventeen – Mädchen sind die besseren Jungs“
Als Paartherapeut ist Julien extrem erfolgreich. Seine eigenen Beziehungen sind allerdings durchweg katastrophal. „Glück auf Umwegen“ zeigt, wie sehr eine romantische Komödie profitieren kann, wenn sie sich auch Slapstick erlaubt.
Eine Hälfte Pop, eine Hälfte Experimente: „Pose I + II“ zeigt, dass bei Tim Neuhaus in beiden Fällen gute Songs drinstecken.
Zwei unschuldige „Soldatinnen Gottes“ müssen sich im Moloch Berlin bewähren – und mit den Avancen eines neureichen Verehrers klarkommen. So unglaubwürdig der Plot von „Liebe deine Nächste!“ ist, so krude wird der gesamte Film.
Die Musik von Alex Cameron wirkt wie aus der Zeit gefallen. Nicht nur, weil der Australier auf „Forced Witness“ reichlich Eighties-Sound bietet, sondern vor allem, weil es hier noch echte Gefühle gibt.
Auch das elfte Album von Ariel Pink klingt, trotz bedeutungsschwangerer Randnotizen, wie ein Sampler mit lauter Liedern von halbtalentierten Egozentrikern.
Fuck Art, Let’s Dance sind weiter die richtige Wahl für alle, die sich auch heutzutage noch nach der Indiedisco anno 2005 sehnen. Statt Ausrufezeichen hätte ihr zweites Album „Forward! Future!“ allerdings etwas mehr Abwechslung gebrauchen können.
Mit Musik aus Schwedenkrimis will Violinistin Mari Samuelsen nicht nur die Klasswikwelt begeistern, sondern schielt offenbar auch auf das Mainstream-Publikum.
Herbstlich klingt „Resurgam“, trotzdem zeigt Fink hier auch Lust auf Rhythmus und Dynamik. Daran hat der Produzent ebenso Anteil wie die Live-Erfahrung.
Das Debütalbum von Sløtface aus Norwegen hat viel Eigenständigkeit, Cleverness und Energie. Was an „Try Not To Freal Out“ am meisten überrascht, ist der Ehrgeiz des Quartetts.
In einer Verschwörung soll ein geheimnisvoller Gefangener zum König von Frankreich gemacht werden. „Der Mann in der eisernen Maske“ verschwendet ein tolles Ensemble und ein pralles Budget für einen nichtssagenden Film.
Auf ihrem vierten gemeinsamen Album intensivieren Angus und Julia Stone ihre Zusammenarbeit noch. Seinen Reiz bezieht „Snow“ aber aus den kleinen Unterschieden zwischen den Geschwistern.