Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – „It’s OK To Love DLDGG“
Sie werden älter, fetter, nur nicht berühmter – davon singt Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen auf Album #4. Natürlich ist das wieder wunderbar.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Sie werden älter, fetter, nur nicht berühmter – davon singt Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen auf Album #4. Natürlich ist das wieder wunderbar.
Ein Archäologe findet einen uralten Schädel, plötzlich scheint eine legendäres Ungeheuer wieder zum Leben erwacht zu sein. „Der Biss der Schlangenfrau“ ist ebenso sehr Trash wie Hommage.
Das Weltall wird auf „Soft Sounds From Another Planet“ zu einem Ort, an dem sich vielleicht Heilung finden lässt. Dabei sollte es eigentlich nie ein zweites Album von Japanese Breakfast geben.
Nach drei Staffeln schicken Matt Lucas und David Walliams ihre Charaktere mit „Little Britain Abroad“ ins Ausland. Gerade dort tritt ihre Exzentrik besonders zutage – großartiger Spaß.
Nach 15 Jahren Pause spielten die Indie-Helden Royal Trux im vergangenen Jahr wieder zwei Konzerte. Sie haben nicht nur nicht geprobt. Sie haben mit „Platinum Tips + Ice Cream“ auch ein Live-Album daraus gemacht.
San Diego in den Siebzigern: Ein Nachrichtensprecher muss seine Position gegen eine Frau verteidigen. „Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy“ funktioniert passabel als Blödelei mit Hang zum Absurden, aber nicht als Mediensatire.
Die erste Live-DVD von Oasis zeigt die Band kurz vor dem Mega-Erfolg. „Live By The Sea“ zeigt neben tollen Songs und großer Überzeugung: Wie Newcomer fühlten sie sich offensichtlich in keinem Moment.
Ein amerikanischer Austauschstudent erlebt die Unruhen in Paris 1968. „Die Träumer“ ist Bernardo Bertoluccis sehr nostalgische Erinnerung an eine Zeit, als man der Kunst noch zutraute, die Welt zu verändern.
Deutlich politischer als zuletzt sind Sondaschule auf ihrem neuen Album. Das ist eher ein Manko, denn ihr Verstand scheint auf „Schere, Stein, Papier“ reichlich vernebelt.
Mark hat seine Frau betrogen. Die verbrüdert sich mit der Geliebten, um Rache zu nehmen. „Die Schadenfreundinnen“ fängt gut an, verliert sich dann aber in Slapstick, Fäkal-Humor und Klischees.
Die Highlighst der ersten vier Staffeln von „Inas Nacht“ auf zwei DVDs zeigen: Ina Müller ist als Sängerin so gut wie als Talkmasterin, und an ihren Gästen interessiert sie die Persönlichkeit, nicht der Status.
Rudy ist gerade aus dem Gefängnis raus und wird gezwungen, bei einem Raubüberfall an Heiligabend mitzuhelfen. „Wild Christmas“ ist voller Überraschungen, Spannung und Witz, vor allem für Weihnachtshasser.
Eleganz statt Wucht, Nostalgie statt Gegenwart: Das Nebenprojekt von Alex Turner und Miles Kane hätte peinlich werden können. „The Age Of The Understatement“ ist aber ein Triumph.
Den Ursachen und Folgen der Finanzkrise spürt Michael Moore in „Kapitalismus – eine Liebesgeschichte“ nach. Das ist gut gemeint und liefert einige wertvolle Hintergründe. Seine Methode als Filmemacher schadet hier aber seinem guten Anliegen.
Vor 40 Jahren war Peter Perrett der Frontmann der Only Ones. Jetzt hat er seine erste Soloplatte gemacht. „How The West Was Won“ zeigt mit viel Witz, Romantik und Feuer, wie viel beispielsweise Pete Doherty von ihm gelernt hat.