New Kids Nitro
„New Kids Nitro“ ist wie der erste Teil der Reihe sagenhaft geschmacklos, derb und trashig. Wer das nicht lustig findet, verleugnet den Proll, der in uns allen steckt.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
„New Kids Nitro“ ist wie der erste Teil der Reihe sagenhaft geschmacklos, derb und trashig. Wer das nicht lustig findet, verleugnet den Proll, der in uns allen steckt.
Die Stimme kommt bei Mint Julep aus dem Wolken, die Instrumente werden in Watte gepackt. Das Duo aus Portland hat auf „In A Deep And Dreamless Sleep“ also Shoegaze für sich entdeckt.
Zwischen solide, ganz nett und geschmackvoll bewegen sich die Songs von Timo Scharf auf der EP „Everything Ever Always Is All Forgotten“.
Die Mitglieder der Kombinaten aus Köln haben früher Ska gemacht. Auf „Lautwort“ bieten sie Gitarrenmusik auf einem sehr überschaubaren Niveau, aber mit viel Selbstgerechtigkeit.
Die Sehnsucht nach Konzerten ist groß: Als Ersatzdroge haben Ivy Flindt und Val Sinestra ganze Alben neu live eingespielt. Dropkick Murphys laden zum Charity-Event, New Pagans zur Release-Party – natürlich ebenfalls digital.
Mit der EP „Massifs Of Me“ will Jungstötter eine Verbindung zwischen seinem 2019er Debüt und der neuen Platte schaffen, die gerade entsteht.
K.I.Z. sind nach langer und Fury In The Slaughterhouse nach noch längerer Pause zurück. Danger Dan überrascht derweil als Liedermacher.
Peter Licht überrascht auf „Beton und Ibuprofen“ mit der Fähigkeit, seine trüben Inhalte in schillernde Klänge zu hüllen. Die Botschaft heißt vielleicht: Auch das Dunkel macht etwas mit uns, und dieses Etwas ist besser als nichts.
Nach 20 Jahren mit seinem Soloprojekt Fruit Bats hat Eric D. Johnson noch immer Lust darauf – und vertont perfekt Spleens und Skurrilitäten.
Die Stars in „Du hättest gehen sollen“ (nach einer Erzählung von Daniel Kehlmann) sind Kevin Bacon und, jawohl, ein Haus.
„1942 Ostfront“ ist ein kruder Kriegsfilm, der eine wichtige Schlacht des Zweiten Weltkriegs aus russischer Sicht erzählt, inklusive Pathos und Propaganda.
Die Musik von Melodiesinfonie & Fiona Fiasco ist hübsch, hat aber auch genug Substanz und Überraschungen, um nicht langweilig oder beliebig zu sein.
Als „eine brutale, aber wunderschöne Aufnahme, eingebettet in eine gemeinschaftliche Katastrophe“, beschreibt Nick Cave sein spontanes Gemeinschaftswerk mit Warren Ellis. Das stimmt.
Frànçois And The Atlas Mountains fügen auf ihrem sechsten Album verschiedene Elemente wie ein Mosaik zusammen und verbinden dabei nicht konzeptuell verschiedene Stationen aus Europa.
Im vergangenen Jahr haben die Electro-Größen von Cabaret Voltaire ihr erstes Album seit 1994 veröffentlicht. Jetzt stellen sie der Platte mit „Shadow Of Funk“ eine EP an die Seite, die vor allem von ihrer Dramaturgie lebt.