BC Camplight – „Deportation Blues“
Über seine Liebe zu Manchester, die ihm lange verwehrt wurde, singt BC Camplight in „Deportation Blues“. Das ist düster, verrückt und sprudelt manchmal über vor Ideen.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Über seine Liebe zu Manchester, die ihm lange verwehrt wurde, singt BC Camplight in „Deportation Blues“. Das ist düster, verrückt und sprudelt manchmal über vor Ideen.
Auf „The Vegas Job“ sind The Who erstmals nach mehr als 15 Jahren wieder als Quintett zu erleben und gut in Form – fast noch spektakulärer ist die Entstehungsgeschichte der DVD.
Kompetent, energisch, sensibel: Bob Mould zeigt auf „Patch The Sky“, wie wunderbar er das Spiel mit Gegensätzen beherrscht.
Aus der Sicht des Vaters erzählt „Meine Tochter Anne Frank“ die Geschichte von Versteck, Verhaftung und Vernichtung. Dass sie dabei wie ein rebellischer Teenager erscheint, ist die größte Stärke dieses Doku-Dramas.
Marteria hat die größte Stimme des Festivals, Die Fantastischen Vier leben nicht in der Vergangenheit und drei Acts fanden es gar nicht schlimm, dass sie nach 2017 nachsitzen mussten: So war das Highfield 2018.
Eine sehr einnehmende, stimmige und warme Atmosphäre prägt das zweite Soloalbum von Cullen Omori (Ex-Smith Westerns). Seine besondere Stärke ist womöglich sein Hang zum Selbstmitleid.
Carpark North sind in ihrer dänischen Heimat schon lange eine große Nummer. In Deutschland könnte es mit dem Erfolg auch klappen, denn das Trio macht af „Hope“ Poprock für Leute, die Pop nicht verstanden haben und Rock nicht leiden können.
Verstärkt um einen Schlagzeuger sind Uniform noch brachialer geworden. „The Long Walk“ ist so hart, dass man zwischen den Tracks tatsächlich kurz durchatmen muss.
Als „virtuelles Album“ über die drohende Zerstörung der Unterwasserwelt haben Animal Collectiv „Tangerine Reef“ konzipiert. Hört man nur die Musik, bleiben Reiz und Sinn davon verschlossen.
Die Situation von Flüchtlingen stellt Jim Kroft in den Mittelpunkt von „Journeys #3“. Manchmal ist sein Konzept besser als seine Lieder.
Die störrische Matriarchin Daisy Werthan bekommt einen neuen Fahrer, den sie nicht haben will und nicht leiden kann. „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ erzählt die rührende Geschichte einer Annäherung.
Vincent Gross kommt aus der Schweiz und singt vom Leben am Meer. Das ist längst nicht das einzig Seltsame am zweiten Album des 21-Jährigen.
Baden beim Festival – das ist verlockend, aber auch gefährlich. Acht Rettungsschwimmer sorgen beim Kosmonaut für Sicherheit. Einer von ihnen erklärt, wie das läuft.
Delta Sleep aus Brighton liefern auf ihrem zweiten Longplayer „Ghost City“ so etwas Math-Rock ohne Angeberei – und ein Konzeptalbum über Gleichschaltung durch Technologie.
Shearwater klingen auf „Jet Plane And Oxbow“ größer, ambitionierter und kraftvoller als je zuvor. Das hat mit Filmmusik zu tun, und mit Achtziger-Helden.