The Antlers – „Familiars“
„Familiars“, das fünfte Album der Antlers, darf man gerne als Krönung ihres Werks betrachten.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
„Familiars“, das fünfte Album der Antlers, darf man gerne als Krönung ihres Werks betrachten.
Ein Zimmermädchen schnüffelt heimlich in den Sachen der Hotelgäste, vielleicht als Ausdruck einer Suche nach Sinn und Identität. „Das Zimmermädchen Lynn“ ist eine Figur, die lange in Erinnerung bleibt.
SIND aus Berlin nehmen das Recht heraus, ihre Jugend zu zelebrieren, ohne dabei naiv zu wirken. Das Ergebnis ist eine tolle Digital-Native-Rockplatte.
St. Michael Front aus Hamburg haben auf ihrem Debütalbum „End Of Ahriman“ ein Problem, das vor allem im von ihnen gepflegten Darkpop beträchtlich ist: keine Atmosphäre, keine Intensität und keine Bedrohlichkeit.
Jenny Hval entdeckt den Jazz, Lenny zeigt, wozu Tschechien tanzt, und Janelle Monáe steigert die Vorfreude auf ihr drittes Album: neue Musik im Test.
Sehr intim zeigt sich Alexis Taylor auf seinem neuen Soloalbum. Der Hot-Chip-Mann singt dabei auch über die Musik selbst, mit viel Know-how und beträchtlicher Leidenschaft.
Hearts Hearts aus Wien präsentieren auf ihrem zweiten Album durchweg Songs, die zweigeteilt sind. Manchmal wollen sie auf „Goods / Gods“ aber zu sehr das Besondere.
„Oliver Koletzki, The Early Years“, könnte der Untertitel für das fünfte Album des Künstlers lauten. Auch auf „I am O.K.“ regieren Beat-Begeisterung und Stilsicherheit.
Ein Ex-RAF-Terrorist kommt aus dem Knast und natürlich auch dann von seiner Vergangenheit nicht los. „Schattenwelt“ ist subtil, spannend und mehr an den Opfern interessiert als an den Tätern.
Der deutlichste Effekt auf der ersten EP von Rikas aus Stuttgart ist die Aufforderung zum Tanz, am besten am Strand, auf jeden Fall aber barfuß – und gerne leicht beschwipst.
2011 haben die Flaming Lips einen 24 Stunden langen Song veröffentlicht. 2014 wurde das Werk auf 50 Minuten eingedampft und als „7 Skies H3“ veröffentlicht. Es klingt erstaunlich wenig wahnsinnig.
Eine bleierne Schwere und eine unerschütterliche Gelassenheit liegen über „Ganz normale Songs“. Mit seinem 25. Album ist Tom Liwa wohl im Alterswerk angekommen.
Wanda zeigen im Haus Auensee: Sie stehen trotz Säufer-Gestus und Kettenrauchen nicht für Rebellion, sondern für denkbar konservativen Schlagerkack.
Hedonismus als einzig denkbaren Lebensstil in unseren Zeiten pflegen Confidence Man auf ihrem Debütalbum, Das klingt verdammt cool und sehr spaßig.
Schräg, cool, retro und verstörend: Man möchte fast wetten, dass „A Hound At The Hem“ von Slim Twig auch Quentin Tarantino mächtig gut gefallen dürfte.