Draufgeschaut: Kein Sex ist auch keine Lösung


Sex ja, Beziehung nein. Das ist das Prinzip von Tom (Stephan Luca) und Elisa (Marleen Lohse).

Sex ja, Beziehung nein. Das ist das Prinzip von Tom (Stephan Luca) und Elisa (Marleen Lohse).

Film Kein Sex ist auch keine Lösung
Produktionsland Deutschland
Jahr 2011
Spielzeit 127 Minuten
Regie Torsten Wacker
Hauptdarsteller Stephan Luca, Marleen Lohse, Anna Thalbach, Johannes Allmayer, Oliver Fleischer, Armin Rohde, Corinna Harfouch, Janin Reinhardt, Michael Kessler, Hannelore Elsner, Stefan Kretzschmar, Felicitas Woll, Collien Ulmen-Fernandes
Bewertung

Worum geht’s?

Tom Moreno ist ein Aufreißer. In seiner Hamburger Werbeagentur ist er ein Star, seine Freunde beneiden ihn um seinen Erfolg bei Frauen. Von einer Beziehung will er allerdings nichts wissen: Maximal dreimal Sex hat er mit einer Frau, dann ist Schluss. Als er sich in seine neue Kollegin Elisa verliebt, gerät dieser Grundsatz allerdings ins Wanken: Tom ist hin und weg von ihr, doch Elisas Regeln für ihr Liebesleben sind mindestens genauso streng und abgebrüht wie seine eigenen. Und noch ein Problem kommt auf Tom zu: Er muss unbedingt einen großen Auftrag an Land ziehen, sonst ist seine Werbeagentur pleite.

Das sagt shitesite:

Schon nach ein paar Minuten dieses Films wünscht man sich, die Macher hätten ähnlich viel Wert auf den Inhalt gelegt wie auf die Ästhetik. Kein Sex ist auch keine Lösung bietet viele schöne Sequenzen, auch aufwendige Traumsequenzen und Standbilder tragen zur aufwendigen Optik bei. Der Soundtrack, unter anderem mit Liedern von Boy und William Fitzsimmons, ist ebenfalls eindeutig gelungen. Die Handlung hingegen ist der beste Beweis dafür, dass es keineswegs ausreicht, sich auf den Plot einer erfolgreichen Romanvorlage zu verlasssen, um einen brauchbaren Film hinzubekommen.

Denn außer billigen Witzchen, schlimmen Geschlechterrollen und viel zu vielen Nebenschauplätzen hat Kein Sex ist auch keine Lösung praktisch nichts zu bieten. Armin Rohde ist als exzentrischer Boss der Werbeagentur einer der wenigen Lichtblicke, viele andere Schauspieler aus dem höchst namhaften Ensemble (vor allem Anna Thalbach, die als Toms Mitbewohnerin Paule ihr Bestes gibt) können einem in diesem Chaos geradezu leid tun. Das hat weder Charme noch Humor – und nicht einmal TV-Film-Niveau.

Bestes Zitat:

„Weißt du, was das Schlimmste am Leben ist? Dass man die Zwischenstände nicht abspeichern kann.“

Der Trailer zum Film:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.