Draufgeschaut: Liebe, Sex und Seitensprünge


Carlos (Murilo Benício), Tomás (Fábio Assunção) und  Miguel (Caco Ciocler, von links) haben Ärger mit den Frauen.

Carlos (Murilo Benício), Tomás (Fábio Assunção) und
Miguel (Caco Ciocler, von links) haben Ärger mit den Frauen.

Film Liebe, Sex und Seitensprünge
Produktionsland Brasilien
Jahr 2004
Spielzeit 80 Minuten
Regie Jorge Fernando
Hauptdarsteller Murilo Benício, Caco Ciocler, Fábio Assunção, Malu Mader, Alessandra Negrini, Heloisa Périssé
Bewertung

Worum geht’s?

Seit zwei Monaten hatten Ana und Carlos keinen Sex mehr. Er hat nur noch das Buch im Kopf, an dem er gerade schreibt, und sie ist ziemlich genervt davon. Auch bei Andrea und Miguel, einem befreundeten Paar, das nebenan wohnt, läuft die Beziehung nicht rund: Sie steckt in einer Sinnkrise, seit sie nicht mehr als Model arbeitet, und ihr Ehemann reagiert darauf mit Wutausbrüchen. Dass ausgerechnet in dieser heiklen Phase noch unerwarteter Besuch ankommt, macht die Sache noch komplizierter: Bei Carlos schaut Tomás wieder vorbei, sein bester Freund – und zugleich der Ex von Ana. Miguel begegnet durch einen Zufall seiner ersten Liebe Claudia wieder und bringt sie ebenfalls mit nach Hause. Als die Streitereien kein Ende nehmen, haben Ana und Andrea schließlich die Nase voll, ziehen aus und suchen bei ihren Freundinnen Zuflucht. Es entsteht eine 3er-WG aus Ana, Andrea und Claudia und ein Männer-Pendant aus Carlos, Tomás und Miguel auf der anderen Straßenseite. Gemeinsam überlegen sie jeweils, warum Männer/Frauen nur so blöde/anstrengende/anziehende Geschöpfe sind, zu wem sie eigentlich gehören und wie sie vielleicht wieder zueinander finden können.

Das sagt shitesite:

Wenn man sich ausführlich zu Liebe, Sex und Seitensprünge äußern wollte, dann wäre eigentlich nur eine Liste der Mängel dieses Films denkbar: Charme, Timing, Esprit, Glaubwürdigkeit, Witz, Erotik, Relevanz – all dies müsste darauf stehen.

Über 80 Minuten findet man kein einziges Argument für die Daseinsberechtigung dieses brasilianischen Remakes eines mexikanischen Kinoerfolgs. Mit der Ästhetik und dem dramaturgischen Niveau einer Telenovela werden in Liebe, Sex und Seitensprünge reichlich Klischees ausgewälzt: Es gibt Schwangerschaften und Schlägereien, Autounfälle und alte Liebschaften, gluckenhafte Mütter und schwule Freunde. Alle fünf Minuten macht irgendjemand irgendwem eine Szene, ohne das dabei jemals so etwas wie Identifikation mit den Figuren oder gar Amüsement möglich wäre. In Brasilien nennt man so etwas wohl: asneiras.

Bestes Zitat:

“Ich will dir nicht zu nahe treten. Aber wenn ich mich mit einem Menschenaffen einlasse, habe ich nicht viel gewonnen. Da kann ich auch bei meinem Mann bleiben.”

Der Trailer zum Film:

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