Draufgeschaut: Zum Ausziehen verführt


Paula (Sarah Jessica Parker) wird für ihre Dates mit Tripp (Matthew McConaughey) bezahlt.

Paula (Sarah Jessica Parker) wird für ihre Dates mit Tripp (Matthew McConaughey) bezahlt.

Film Zum Ausziehen verführt
Originaltitel Failure to launch
Produktionsland USA
Jahr 2006
Spielzeit 97 Minuten
Regie Tom Dey
Hauptdarsteller Matthew McConaughey, Sarah Jessica Parker, Kathy Bates, Terry Bradshaw, Justin Bartha, Bradley Cooper, Zooey Deschanel
Bewertung

Worum geht’s?

Tripp ist 35, verkauft Boote und ist ein attraktiver Junggeselle, der gut bei den Frauen ankommt – zumindest, bis seine Dates bemerken, dass er noch bei seinen Eltern wohnt. Er selbst hat damit allerdings gar kein Problem. „Ihr braucht eine Stange Dynamit, um mich zuhause rauszukriegen“, sagt er, denn er genießt alle Annehmlichkeiten von Hotel Mama und amüsiert sich ansonsten mit seinen Kumpels. Seine Eltern sind jedoch deutlich weniger zufrieden mit dieser Situation. Sie wollen ihn loswerden, lieber heute als morgen. Sie engagieren deshalb Paula, die einen ganz besonderen Dienst anbietet: Sie bandelt mit ihren Klienten an, bis sie so versessen in sie sind, dass sie zuhause ausziehen, um endlich ungestörte Zweisamkeit genießen zu können oder gar eine eigene Familie zu gründen. Paula garantiert sogar ein Datum, bis zu dem sie aus Tripp einen unabhängigen, selbständigen und erwachsenen Mann gemacht haben wird. Ob ihre Verführungskünste wirklich größer sein können als Tripps Bequemlichkeit?.

Das sagt shitesite:

Die Handlung ist klassischer Stoff von romantischen Komödien, egal ob bei Pretty Woman oder Eine wie keine: Die Liebe wird zunächst nur vorgegaukelt, doch dann entstehen plötzlich echte Gefühle. Allzu viel Originalität kann Zum Ausziehen verführt damit nicht für sich beanspruchen. Auch die Wandlung von Tripp, der – abgesehen von einem Job und ein paar Affären – mit seinen Kumpels im Prinzip das Leben eines 14-Jährigen führt, inklusive Abenteuertouren, Computerspielen und Paintballwettkämpfen, vom Hallodri zum Mann, der die Leere in seinem Leben erkennt, ist nicht sonderlich glaubwürdig. Trotzdem wird der Film immerhin solide.

Zum einen ist das den schönen Bildern zu verdanken und einer Vielfalt an Schauplätzen und Aktivitäten in Zum Ausziehen verführt, die man in romantischen Komödien sonst kaum so geboten bekommt (die aber auch vom eigentlichen Kern der Story, nämlich dem Pärchen Tripp-Paula ablenken). Zum anderen gibt es einige charmante Nebenfiguren, von Tripps Eltern, die förmlich darauf brennen, endlich wieder ungestört in ihrem eigenen Haus leben zu können, über seinen Nerd-Kumpel Ace bis hin zu Paulas derber Mitbewohnerin Kit (sehr spaßig: Zooey Deschanel).

Auch der Running Gag mit den unerwarteten Attacken der Natur auf Tripp (er wird von einem Streifenhörnchen, einem Delfin und einer vegetarischen Echse gebissen, die ihm wohl alle mitteilen wollen, dass es auch aus Sicht der Evolution langsam Zeit wird, flügge zu werden) ist in diesem Genre zweifelsohne ein Stilbruch, funktioniert aber trotzdem. Und nicht zuletzt bekommt Sarah Jessica Parker zumindest einigermaßen die Rolle der Paula hin, die am Ende ganz auf die Stimme ihres Herzens hört, zuvor jedoch das verkörpert, was der Kern dieses Films ist: die Überlegenheit der Frauen nicht nur im Erkennen von Gefühlen, sondern auch die weibliche Intelligenz im Verstehen und die Souveränität im Spielen damit.

Bestes Zitat:

„Oprah hat keine Ahnung. Als ich noch ein Kind war, hatte keiner von uns Selbstwertgefühl, und trotzdem ist etwas aus uns geworden.“

Der Trailer zum Film:

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