Hingehört: Gus Black – „Autumn Days“


Künstler Gus Black

Das Album reduziert Gus Black aufs Wesentliche.

Album Autumn Days (official bootleg)
Label India Records
Erscheinungsjahr 2006
Bewertung

Genau ein Jahr nach Autumn Days, dem vierten Album von Gus Black, erscheint hier zu Lande Autumn Days – The Official Bootleg Album. Der Ausgangspunkt dafür war eine Radio-Session in Kalifornien, nach deren überzeugenden Resultaten die Idee für ein beinahe rein akustisches, quasi Live-Album geboren war.

Der Singer-Songwriter reduziert dabei die ohnehin nicht gerade üppig arrangierten Stücke auf das Wesentliche, und die Ergebnisse erinnern ob der Stimme und des spartanischen Klangbilds an Donovans Comeback-Platte Sutras (so bei der zerbrechlichen Version des Titelstücks mit schmachtenden Streichern, dem behutsam pulsierenden Devil Spine und dem sagenhaft sachten Long Beach), gelegentlich sogar an Nick Drake (Certain Kind Of Light, Weekend Soldier).

Dazu gibt es geschmackvolle Coverversionen: Neil Youngs Birds (aufgenommen bei einem Soundcheck in Berlin) macht sich Black ebenso souverän zu Eigen wie die REM-Ballade You Are The Everything. Bob Dylans Positively 4th Street gerät zwar etwas zu zahm, dafür ist die Interpretation von Blue Oyster Cults düsterem Stampfer Don’t Fear The Reaper im gespenstisch-minimalistischen Gewand eine echte Entdeckung. Im nächsten Jahr soll es von Gus Black auch wieder neues Material geben.

Certain Kind Of Light, live in Köln:

Gus Black bei MySpace.

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