Layer Cake


 

Film Layer Cake

Layer Cake Film Kritik Rezension

Gene (Colm Meaney) und sein Kollege (Daniel Craig) sind im Drogengeschäft.

Produktionsland Großbritannien
Jahr 2004
Spielzeit 126 Minuten
Regie Matthew Vaughn
Hauptdarsteller Daniel Craig, Jamie Foreman, Sally Hawkins, George Harris, Kenneth Cranham, Colm Meaney, Sienna Miller, Ben Whishaw
Bewertung

Worum geht’s?

Der namenlose Ich-Erzähler des Films ist Drogenhändler in London. Keiner von der schmierigen oder brutalen Sorte, sondern ein voll und ganz fokussierter Geschäftsmann, spezialisiert auf Kokain. Er hat schon beschlossen, demnächst aus dem Geschäft auszusteigen, als zwei Ereignisse die von ihm so geschätzte Berechenbarkeit des Business und sein Streben nach totaler Kontrolle gefährden: Sein Chef Jimmy verlangt von ihm, die Tochter eines Geschäftsfreunds zu finden, die aus einer Entzugsklinik geflohen ist. Und der Duke, eine Möchtegern-Größe in der Drogenszene, hat eine riesige Ladung Ecstasy-Pillen von der serbischen Mafia geklaut und behauptet nun, der Erzähler sei sein Geschäftspartner – worauf er plötzlich sehr viele neue Feinde hat.

Das sagt shitesite:

Aus heutiger Sicht kann man sich nur wundern, dass Layer Cake trotz des beträchtlichen Erfolgs in Großbritannien nie in die deutschen Kinos kam: Mit Daniel Craig (der zwei Jahre später in seinem ersten Bond-Film zu sehen sein sollte), Ben Whishaw (der zwei Jahre später die Hauptrolle in Das Parfüm ergattern sollte und schließlich ebenfalls im Bond-Universum landete) oder Sienna Miller sind hier einige aufstrebende Stars zu sehen. Dazu kommen als weitere Pluspunkte eine sehr spannende Handlung, basierend auf dem Roman von J. J. Connolly, und eine todschicke Ästhetik, zu der unter anderem eine fast aufdringlich innovative Kameraarbeit beiträgt.

Erklären lässt sich die Zurückhaltung der deutschen Verleiher vielleicht am ehesten mit der Tatsache, dass dieser Thriller eine speziell britische Prägung hat, die wohl weder passgenau für den Geschmack des deutschen Publikums noch vergleichbar mit den Standards ist, die im amerikanischen Actionkino gelten. Die Ähnlichkeit beispielsweise zu Bube, Dame, König, Gras oder Snatch ist kein Zufall: Matthew Vaughn, der bei diesen Filmen als Produzent fungiert hatte, führt hier erstmals Regie. Auch er setzt in seinen Dialogen auf große Härte und Schlagfertigkeit. Die Brutalität in der Welt des Drogenhandels wird hier nicht so sehr durch Blutvergießen deutlich – auch wenn es in Layer Cake reichlich Action gibt -, sondern durch die Unerbittlichkeit, mit der Geldverdienen und Machterhalt ins Zentrum allen Denkens gestellt wird.

Originell ist dabei nicht nur die Handlung (und zwar bis zur letzten Sekunde), sondern auch der Held des Films: Er verabscheut Waffen und setzt auch körperliche Gewalt nur ungern ein, stattdessen sind Schweigen und Starren seine beliebtesten Methoden. Darin steckt ebenfalls eine typisch britische Note, denn mit dem Verweis auf Werte wie Loyalität, Diskretion und Selbstbeherrschung, für die der Erzähler hier prototypisch steht, zelebriert Layer Cake (bei aller Schonungslosigkeit, mit der hier auf die Halbwelt geschaut wird) auch den Gangster als Gentleman.

Bestes Zitat:

„Die Kunst eines guten Geschäfts besteht darin, ein guter Mittelsmann zu sein.“

Der Trailer zum Film.

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