Old School


Film Old School – Wir lassen absolut nichts anbrennen

Old School Filmkritik Rezension

Bernard (Vince Vaughn), Mitch (Luke Wilson) und Frank (Will Ferrell, von links) gründen eine Studentenverbindung.

Produktionsland USA
Jahr 2003
Spielzeit 89 Minuten
Regie Todd Phillips
Hauptdarsteller Luke Wilson, Will Ferrell, Vince Vaughn, Ellen Pompeo, Jeremy Piven, Perrey Reeves, Juliette Lewis, Snoop Dogg, Seann William Scott
Bewertung

Worum geht’s?

Als Anwalt Mitch von einer Weiterbildung unerwartet früh zurück nach Hause kommt, erwischt er seine Freundin Heidi in flagranti, und zwar nicht nur mit einem anderen Mann, sondern gleich mit einem wildfremden Pärchen. Sie gesteht ihm, dass sie regelmäßig heimlich Orgien feiert. Mitch kann es nicht fassen und zieht aus. Das Haus, in dem er unterkommt, steht gleich neben dem Campus der örtlichen Uni. Für seine Freunde Frank und Bernard wird das zum Anlass, die neue Bleibe von Mitch zum ultimativen Partypalast auszubauen, in dem auch sie selbst gelegentlich aus ihrem Leben als frisch verheirateter Ehemann, der unter der Fuchtel seiner Gattin steht (Frank), und Familienvater mit Verantwortung für eine ganze Kette von Elektronikläden (Bernard) ausbrechen zu können. Nach einer spektakulären Einweihungsparty hat das Haus von Mitch tatsächlich schnell einen legendären Ruf bei Studenten, dem Dekan der Uni ist das aber gar nicht recht: Er will Mitch unter dem Vorwand zum Auszug zwingen, das Gebäude dürfe ausschließlich für universitäre Zwecke genutzt werden. Als Ausweg gründen Mitch und seine Kumpels eine Studentenverbindung – und rekrutieren eine illustre Schar an Mitgliedern.

Das sagt shitesite:

Gleich im doppelten Sinne kann Old School als so etwas wie die Mutter aller Frat-Pack-Filme gelten. Zum einen geht es hier tatsächlich um eine Studentenverbindung (Fraternity), von der der Spitzname für diese Schauspielerclique abgeleitet wurde. Zum anderen tauchte die Bezeichnung „Frat Pack“ zum ersten Mal in einer Rezension dieser Komödie in USA Today auf.

Auch wenn die Verbindungen zwischen etlichen der Beteiligten schon deutlich weiter zurückreichen (wie in Zoolander sind auch hier gleich drei Hauptrollen mit Frat Packern besetzt), so zeigt Old School doch auch einige der typischen Stärken und Schwächen dieses Genres. Vieles ist vorhersehbar, etwa die Liebesgeschichte zwischen Mitch und seiner einstigen High-School-Liebe Nicole, anderes ist durchaus mutig. Vor allem beim Verstoß gegen die Political Correctness nimmt sich Regisseur Todd Phillips einige Freiheiten, was für etliche der besten Gags in diesem Film sorgt. Wenn brave Hausfrauen einen Nachhilfekurs für Oralverkehr belegen, ein Greis beim Schlammcatchen mit barbusigen Studentinnen stirbt oder das gesamte Glück der Bruderschaft von den Bockspring-Fähigkeiten eines massiv Übergewichtigen abhängt, dann sind die Beteiligten in ihrem Element, und dann kommen die Fans auf ihre Kosten.

Der Rest ist viel ordentliches Handwerk, der manchmal ein wenig den akademischen Betrieb auf die Schippe nimmt, manchmal mit halbwegs überraschenden Gastauftritten garniert wird (der etwas planlose Auftritt von Snoop Dogg ist im Bonusmaterial der DVD noch einmal in voller Länge zu sehen). Das Thema von Old School könnte indes kaum passender für die ewig Pubertierenden des Frat Pack sein: Wie alt sie in Wirklichkeit schon sind, merken sie hier unter anderem auf schmerzhafte Weise, als sie die Partyrituale der nächsten Generation nachzuvollziehen versuchen. Und dennoch sehnen sie sich wohl bis ans Ende ihrer Tage nach der Zeit, in der es für sie noch keine Verantwortung gab, sondern bloß Party, Sprücheklopfen, Streiche und Kumpels.

Bestes Zitat:

„Meinst du wirklich, ich würde meine Familie vernachlässigen, nur um mit 19-jährigen Mädchen anzuhängen?“

Der Trailer zum Film.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.