Der Turm
Uwe Tellkamps „Der Turm“ könnte man für unverfilmbar halten. Ein ARD-Zweiteiler wagt es trotzdem und gelingt. Dank Fokus auf das Zwischenmenschliche und Freiheit von Klischees.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Niemals, niemals, niemals darf jemand ein eigenes Studio haben, der sich als Multi-Instrumentalist sieht und am liebsten psychedelische Musik macht. Die fatalen Folgen zeigt das dritte Album von Unknown Mortal Orchestra.
Irgendwo zwischen Satire und Ornament scheitert „White Spirit“, der fünfte Roman von Paule Constant. Sie will Afrika erklären, blickt aber auf Afrika herab.
Bevor ich auf die Arche von We Are The Ocean steige, ertrinke ich lieber. Das vierte Album der Engländer ist gestrig und notgeil.
Zweimal Folk aus Wien, einmal Elektronik mit visueller Ergänzung und nihilistische Party-Ekstase von Schluck den Druck: Ich habe ein paar Free Tracks für euch gesammelt.
Mit einem gefeierten Album machten sich die Rolling Stones 1981 auf Welttournee. Ein Konzertmitschnitt aus Virginia zeigt erstaunlich wenig Routine.
Figuren ohne Glamour und eine Handlung ohne Konflikt – all das stört nicht im Debütroman von Ryan Bartelmay. Denn „Voran, voran, immer weiter voran“ erzählt von der Erkenntnis, dass jedes Leben tragisch sein kann.
Spontaneität ist das Motto beim sechsten Album von The Helio Sequence. Die neue Arbeitsweise des Duos aus Portland bringt manchmal überraschende Ergebnisse, manchmal aber bloß Beliebigkeit.
Die Radikalisierung von Gudrun Ensslin stellt „Wer wenn nicht wir“ in den Mittelpunkt. Und wählt als Mittel dazu ein spannendes intellektuelles Duell.
Jennifer und Jessie haben mal gemeinsam bei Mika Miko gespielt. Jetzt sind sie Bleached. Ihr hoch erfreuliches Debütalbum vereint Punk-Attitüde und Pop-Begeisterung.
Mit einer Schein-Ehe wollen Ines und Moritz gemeinsam Steuern sparen. „Wir tun es für Geld“ ist sympatisch, aber nicht gerade einleuchtend besetzt.
Wie ein ganzer Eurovision Song Contest in Albumform klingt die neue Platte von Parov Stelar: Es gibt Fragwürdiges, Eingängiges und viel Gebrauchsmusik. Immerhin ist nichts so schrecklich wie der aktuelle ESC-Siegersong.
Ihre Probleme in New York wollen Carrie und ihre Freundinnen mit einer Reise in den Nahen Osten hinter sich lassen. „Sex And The City 2“ ist so schlimm, dass man sich wünscht, jemand würde diese vier Dumpfbacken endlich wirklich in die Wüse schicken.
Alle lieben „To Pimp A Butterly“. Ich nicht. Es liegt am Vokabular eines so intelligenten und kreativen Rappers wie Kendrick Lamar.
Nordirland 1983: Inspector Sean Duffy soll einen alten Schulfreund aufspüren, der jetzt ein hohes Tier der IRA ist. Adrian McKinty verwebt diese Idee in „Die verlorenen Schwestern“ mit einem zweiten Fall und der bedrückenden Atmosphäre der Thatcher-Jahre.