Abwärts – „Krautrock“
Abwärts klingen auf „Krautrock“ manchmal wie Wham! nach 30 Jahren im sibirischen Arbeitslager. Und manchmal noch schlimmer.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Abwärts klingen auf „Krautrock“ manchmal wie Wham! nach 30 Jahren im sibirischen Arbeitslager. Und manchmal noch schlimmer.
Oha: Ausgerechnet mit einer Marschkapelle will My Brightest Diamond auf ihrem vierten Album so etwas wie Popmusik machen. Das funktioniert besser als gedacht.
Nicht von einem bestimmten Sound, sondern von einer ganz eigenen Stimmung werden Childhood definiert. „Lacuna“, das Debütalbum der vier Londoner, erklärt höchst reizvoll, wie dieser Ansatz funktioniert.
Unter der Herrschaft von King Tuff ist Rockmusik vor allem ein Königreich, in dem sich die Fantasie austoben kann. Sein drittes Album umschreibt er als „a heavily weird, heavenly dark, hysterically magical Rock & Roll Sexperience“. Das stimmt sogar.
Der Lagerkoller während der Welttournee hat The Asteroid’s Galaxy Tour ziemlich zugesetzt. Zuhause in Kopenhagen haben sie wieder zueinander gefunden, beweist das dritte Album „Bring Us Together“.
Aus Nordirland, Brasilien und England kommen die drei Mitglieder von Ballet School. Getroffen haben sie sich allerdings in Berlin. Und ihr Debütalbum „The Dew Lasts An Hour“ klingt, als kämen sie ohne Umweg aus dem Jahr 1984.
Tamara Unterhuber hat mal in einer Band (namens: Von Luft und Liebe) gesungen, jetzt ist sie als Taama solo unterwegs. Wieso?, fragt man sich allerdings angesichts des Debüts „Auf alles was bleibt“.
Sie sind weise, stilvoll und längst unverwechselbar. Element Of Crime überzeugen auch auf ihrem 13. Album. Und Sven Regener beweist: Er ist der deutsche Dylan.
Sie verraten ihre Namen nicht. Sie tragen Masken. Sie kommen aus Schweden – aber sie klingen wie aus einer anderen Welt. Goat versuchen mit ihrem zweiten Album „Commune“ erstaunlich gewitzt, den Hippie in dir zu wecken.
Selbst produziert, auf eigenem Label herausgebracht: Auf seinem sechsten Album „Stadtrandlichter“ treibt Clueso die musikalische Autonomie auf die Spitze.
Zwischen Kalifornien und New York sind die Lieder für das dritte Album von Lia Ices entstanden. „Ices“ klingt allerdings nicht unbedingt amerikanisch, sondern wie nicht von dieser Welt.
Aus dem Mittleren Westen kommen Phox, sechs Freunde die sich zu einer WG zusammengeschlossen haben. Ihr Debütalbum ist ein Traum – erhaben, fantasievoll und mit Opulenz und Drive im genau richtigen Moment. So schön kann die Provinz sein.
Auf ihrem zehnten Album „Flucht in die Flucht“ kehren die Sterne wieder zum gewohnten Sound zurück. Das bedeutet: Irgendwo zwischen Funk, Rock und Wahnsinn feiern sie ihre eigenen Einmaligkeit. Und sie haben neuerdings auch wieder Hits.
Band oder Soloprojekt? Bei Avi Buffalo ist die Antwort nicht so einfach, erst recht nicht bei „At Best Cuckold“. Auf jeden Fall gibt es: feine Introspektion.
Wenn man genau zählt, ist „Perfect Hair“ schon das zehnte Album von Busdriver. Es zeigt, wie sehr der Mann als L.A. noch immer um die Lage des HipHop besorgt ist, wie weit sein Horizont aber mittlerweile darüber hinaus weist.