Fenne Lily – „On Hold“
Nach dem Hype um „Top To Toe“ beweist Fenne Lily auch auf Albumlänge: Sie kann große Sensibilität mit heimlicher Härte vereinen.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Nach dem Hype um „Top To Toe“ beweist Fenne Lily auch auf Albumlänge: Sie kann große Sensibilität mit heimlicher Härte vereinen.
Frauen sollten sich nicht über Männer definieren, heißt die wichtige Botschaft auf „Bark Your Head Off, Dog“. Hop Along unterlegen das mit einem bunten Stilmix und gerne giftigen Texten.
Ihr vorletztes Konzert vor der Trennung 1983 ließen Blondie vom Fernsehsender HBO aufzeichnen. Als Bootleg unter dem Titel „Greatest Hits“ gibt es die Show aus Toronto auf DVD.
Songs, die oft kürzer sind als zwei Minuten und klingen, als wären sie im Kinderzimmer aufgenommen: Wer „Vessel“ von Frankie Cosmos deshalb für ein unbedarftes Album hält, liegt komplett falsch.
Surfer, Religion und mehr Elektronik: Amen Dunes nimmt auf seinem fünften Album wieder Mythen und Widersprüche in den Blick.
Mit 34 legt Dorit Jakobs ihr Solodebüt vor und kämpft darauf mit dem Erwachsensein. „Im Aufruhr der Lethargie“ ist manchmal zu unentschieden, aber in jedem Fall individuell.
Ihre Wut auf Donald Trump und seine Gesinnungsgenossen kanalisieren Superchunk auf „What A Time To Be Alive“ – und zeigen, wie aktuell ihre Botschaften sind.
Hart, eingängig und originell sind New Deadline aus Finnland auf ihrem dritten Album. Vor allem aber: aus voller Überzeugung zuversichtlich.
Viel besser gelaunt als beim Debüt ist George Ezra auf seinem zweiten Album. Dabei war auch „Staying At Tamara’s“ zunächst eine schwere Geburt.
Wenn Biffy Clyro eine Truppe von Träumern aus Wien wären, könnten sie klingen wie New Native. Das Debütalbum „Asleep“ zieht seine Kraft aus Überzeugung und Gefühl.
Auch auf dem sechsten Album von The Boxer Rebellion merkt man noch, wie sehr sie von schnellem Ruhm und Beinahe-Asbturz gezeichnet sind.
James Yorkston, Jon Thorne und Suhail Yusuf Khan vereinen auch auf ihrem zweiten gemeinsamen Album mühelos Altes und Neues, Ost und West.
Noch persönlicher als zuvor ist Juse Ju auf seinem vierten Album. Seine Fähigkeit zur Analyse richtet sich in „Shibuya Crossing“ auf die Schwächen der Gegner, viel mehr aber auf seine eigenen Fehler.
Intelligente und herausfordernde Tanzmusik mit oft düsterer Ästhetik und viel Sinn fürs Detail gibt es auf dem zweiten Album von Xenia Beliayeva.
Auf ihrem dritten Album zeigen Odd Couple die beste Form der Weiterentwicklung: Sie haben ihre Stärken erkannt und ausgebaut – unter anderem durch ein neues Bandmitglied.