Callejon – „Fandigo“
Depeche Mode und Morrissey benennen Callejon als wichtige Einflüsse für ihr siebtes Album. Das ist bei weitem nicht das einzige Problem an „Fandigo“.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Depeche Mode und Morrissey benennen Callejon als wichtige Einflüsse für ihr siebtes Album. Das ist bei weitem nicht das einzige Problem an „Fandigo“.
Punkrock, schnell, giftig und brutal: Ihre Liebe zur Musik haben Fights And Fires aus Worcester auf „Live Life Like A Tourist“ neu entflammt.
Die Väter des Blues hat Parov Stelar auf „The Burning Spider“ als neue Quelle für Samples entdeckt. Sein Electro-Swing bleibt trotzdem zu berechenbar – zumindest fürs Albumformat.
Den Titel darf man wörtlich nehmen: Auf „Lust For Life“ verbreitet Lana Del Rey einen Optimismus, den man bisher kaum von ihr kannte.
Als Verlängerung ihres Unterbewusstseins verstehen She-Devils ihre Musik. Das Duo aus Montreal klingt auf seinem Debütalbum entsprechend psychedelisch und sehr intuitiv.
Aus einem Tief heraus ist das zweite Album von Tallulah Rendall entstanden. Das hört man „Alive“ allerdings kaum an.
In ihrer isländischen Heimat haben Mammút alles erreicht. Jetzt probiert sich das Quintett erstmals auf Englisch und ist auf „Kinder Versions“ ebenso geheimnisvoll wie vielseitig.
Sie rauchte mit Bowie und sang bei Malaria. Jetzt hat Bettina Köster (58) ein ziemlich einzigartiges neues Album gemacht.
Gleich zwei Alben, die kaum nach Rap klingen, sondern nach Hörspiel: „Quazarz: Born On A Gangster Star“ und „Quazarz Vs. The Jealous Machines“ sind die extrem clevere Reaktion von Shabazz Palaces auf Trump, Black Lives Matter “ Co.
Sie werden älter, fetter, nur nicht berühmter – davon singt Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen auf Album #4. Natürlich ist das wieder wunderbar.
Das Weltall wird auf „Soft Sounds From Another Planet“ zu einem Ort, an dem sich vielleicht Heilung finden lässt. Dabei sollte es eigentlich nie ein zweites Album von Japanese Breakfast geben.
Nach 15 Jahren Pause spielten die Indie-Helden Royal Trux im vergangenen Jahr wieder zwei Konzerte. Sie haben nicht nur nicht geprobt. Sie haben mit „Platinum Tips + Ice Cream“ auch ein Live-Album daraus gemacht.
Die erste Live-DVD von Oasis zeigt die Band kurz vor dem Mega-Erfolg. „Live By The Sea“ zeigt neben tollen Songs und großer Überzeugung: Wie Newcomer fühlten sie sich offensichtlich in keinem Moment.
Deutlich politischer als zuletzt sind Sondaschule auf ihrem neuen Album. Das ist eher ein Manko, denn ihr Verstand scheint auf „Schere, Stein, Papier“ reichlich vernebelt.
Eleganz statt Wucht, Nostalgie statt Gegenwart: Das Nebenprojekt von Alex Turner und Miles Kane hätte peinlich werden können. „The Age Of The Understatement“ ist aber ein Triumph.