Marissa Nadler – „Strangers“
Dass sie mehr zu bieten hat als eine einmalige Stimme beweist Marissa Nadler auch auf ihrem siebten Album „Strangers“
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Dass sie mehr zu bieten hat als eine einmalige Stimme beweist Marissa Nadler auch auf ihrem siebten Album „Strangers“
Aus manchmal sehr miesen Klangbausteinen basteln Letherette auf „Last Night On The Planet“ einen spannenden Mix aus Rap, House und Electronica.
Beschaulich, entspannt und manchmal auch ein wenig niedergeschlagen klingt Ryley Walker auf seinem vierten Album. „Golden Sings That Have Been Sung“ ist ein sagenhaft reifes und homogenes Werk geworden.
Nach zehn Jahren gibt es wieder einen physischen Tonträger von Coldcut. Die Elektronik-Pioniere klingen auf „Only Heaven“ äußerst zeitgemäß, auch dank starker Gäste.
Maxine Kazis hat es aus Basel über Hamburg und Kiel nach Berlin verschlagen. Ihr Debütalbum ist in der Mitte okay, davor und danach aber kitschig und peinlich.
Dreimal rockig, dreimal akustisch: Ezra Furman spürt auf der EP „Big Fugitive Life“ der Frage nach, was es heißt, auf der Flucht oder verloren in dieser Welt zu sein.
Mit ihrer zweiten EP zeigen Sløtface aus Norwegen, wie sich Überzeugung und Spaßfaktor, Punk und Pop sehr entzückend vereinen lassen.
Auf ihrem zehnten Album zeigen Archive, was sie alles gelernt haben. Statt Postrock gibt es auf „The False Foundation“ diesmal mehr Elektronik, manchmal aber etwas zu wenig Spannung.
Muso aus Heidelberg wurde mal als der „Anti-Cro“ vermarktet. Auf seinem neuen Album regiert tatsächlich die Ernsthaftigkeit, aber genau darin liegt das Problem von „Amarena“.
Manchmal klingen die zehn Tracks von „Love Songs: Part Two“ bloß wie Hintergrundmusik. Wer genauer hinhört, entdeckt auf dem zweiten Album von Romare ein sehr feines Händchen für Details.
Pavo Pavo aus Brooklyn sind auf ihrem Debütalbum zugleich retro und futuristisch. Das Rezept: analoge Instrumente, digitale Denke.
Im 20. Jahr seiner Solokarriere setzt Robbie Williams noch immer auf Opulenz und Arroganz, um seine Unsicherheit zu kaschieren. Klappt nur manchmal.
Madsen verlassen auf ihrem sechsten Album die Wohlfühlzone. „Kompass“ ist erwachsener als alles, was die Band jemals abgeliefert hat. Manchmal wird es sogar politisch.
Zwischen Psychedelic und Stoner Rock agieren Odd Couple aus Berlin auf ihrem zweiten Album. Erstaunlich bei „Flügge“ ist vor allem, wie aktuell das klingt.
Auf „Until The Hunter“ klingen Hope Sandoval And The Warm Inventions so wie auf den beiden Alben zuvor. Man könnte das für Langeweile halten. Es ist aber Schönheit.